Im Kleinen Mannheimer Theater am Alten Messplatz hat die Eigenproduktion „Frohes Schaffen“ Premiere gefeiert. In diesem Produktivitätstheater wird das Wesen der Arbeit eindrucksvoll in Szene gesetzt. Regisseurin Coralie Wolff und ihr Ensemble, zu dem auch die Schauspieler Shahd Wheibi, Mathias Wendel und Brigitte Radtke gehören, laden die Zuschauer ein, über die Lebensrealitäten von Menschen in verschiedenen Berufen nachzudenken. Dabei geht es um Themen wie das Verhältnis von „Müssen“ und „Sein“ im Arbeitsalltag und die oft negativen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit.[Rheinpfalz]

Das Stück, das am 21. November 2025 seine Premiere feierte, thematisiert Berufe wie Pförtner, Betriebsschutzbeauftragte und selbst Tatortreiniger. Durch Interviews und Selbstbetrachtungen stellen die Mitwirkenden eindrucksvolle Porträts der arbeitenden Menschen vor. „Frohes Schaffen“ ist nicht nur eine Aufführung, sondern auch ein soziales Experiment, das zum Nachdenken anregen soll über die Frage, was Arbeit für jeden Einzelnen bedeutet. Geplant sind weitere Vorstellungen am 22., 28. und 29. November, jeweils um 19:30 Uhr. Die Ticketpreise sind mit 19,62 € regulär und 13,41 € ermäßigt attraktiv gestaltet.[Rausgegangen]

Künstlerische Leitung und das Ensemble

Ein besonderer Fokus liegt in „Frohes Schaffen“ auf der künstlerischen Leitung des Theaters und dem engagierten Ensemble. Die Mitstreiter bringen nicht nur ihre schauspielerischen Fähigkeiten mit ein, sondern stecken auch ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven im Umgang mit der Arbeit in das Geschehen auf der Bühne. Dies wird durch die kreative Inszenierung von Coralie Wolff verstärkt, die bereits für mehrere eindrucksvolle Arbeiten bekannt ist.[Rheinpfalz]

In der heutigen Zeit, in der sich die Arbeitswelt ständig wandelt, ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Berufsleben wichtiger denn je. Jüngste Studien, wie die von Wolfgang Schneider und dem Fonds Darstellende Künste e.V., bringen es auf den Punkt: Die Transformationen in der Theaterlandschaft und die Herausforderungen in der freien darstellenden Kunst sind nicht zu unterschätzen.[De Gruyter]

Insgesamt stellt „Frohes Schaffen“ eine wertvolle Ergänzung zur Kölner Theaterlandschaft dar und zeigt auf eindringliche Weise, dass Theater viel mehr als nur Unterhaltung ist. Es ist ein Raum für Reflexion und Auseinandersetzung mit den Themen, die uns alle betreffen. Wer Interesse an einer tiefgründigen Theatererfahrung hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, eine der Vorstellungen zu besuchen.