Heute ist der 12.02.2026 und in Mannheim, genauer gesagt im Stadtteil Käfertal, kam es am Donnerstagabend zu einem Vorfall, der die Polizei auf den Plan rief. Zwei 18-Jährige wurden festgenommen, nachdem sie mehrere Sachbeschädigungen verübt hatten. Zunächst versuchten die beiden, in der Deidesheimer Straße die Fensterscheiben eines Einfamilienhauses mit Steinen einzuwerfen. Doch dieser Versuch misslang und sie flüchteten daraufhin in die Geschwister-Grünbaum-Straße, wo sie Steine in Richtung des Eingangsbereichs eines Supermarktes warfen. Außerdem wurde ein Blumentopf eine Treppe hinuntergeworfen und vom 10. Stock eines Parkhauses in der Dürkheimer Straße Teile eines Gerüsts hinabgeworfen.

Die beiden Tatverdächtigen beschädigten zudem ein Notausgangsschild sowie einen Bewegungsmelder. In der Mettlacher Straße rissen sie ein an einem Baum befestigtes Schild ab und traten zwei Lamellen aus einem Holzzaun heraus. Ein aufmerksamer Zeuge informierte die Polizei über die Vorfälle, und die beiden jungen Männer konnten nach einer kurzen Verfolgung festgenommen werden. Interessanterweise waren sie bereits eine Woche zuvor in der Deidesheimer Straße wegen einer weiteren Sachbeschädigung aufgefallen. Beide müssen nun mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung rechnen und die Ermittlungen der Polizei dauern an. Weitere Details zu dem Vorfall sind in einem Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung zu finden (RNZ).

Ein Blick auf die Kriminalitätsstatistik

Der Vorfall in Käfertal steht im Kontext einer allgemeinen Entwicklung in der Kriminalitätslage Deutschlands. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 sank die Kriminalität im vergangenen Jahr erstmals leicht um 1,7 % auf 5.837.445 registrierte Straftaten. Ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang ist die Cannabis-Teillegalisierung, die zu einem signifikanten Rückgang der Rauschgiftkriminalität führte. Es ist jedoch bemerkenswert, dass ohne diese Maßnahme ein Anstieg der Straftaten im Fünfjahresvergleich zu verzeichnen gewesen wäre.

Die Zahlen zeigen auch einen Anstieg der Gewaltkriminalität um 1,5 % auf 217.277 Fälle, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Besonders alarmierend ist der Anstieg der tatverdächtigen Kinder um 11,3 % und der Jugendlichen um 3,8 %. Diese Trends werfen Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf Präventionsmaßnahmen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kriminalitätsrate in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit in den Städten zu gewährleisten. Nähere Informationen zur aktuellen Kriminalitätslage in Deutschland finden Sie in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 (BKA).