Die Mosca GmbH, ein traditionsreiches, familiengeführtes Unternehmen im Maschinenbau, hat am 16. April 2026 in einer Pressemitteilung angekündigt, dass es an seinen deutschen Standorten bis zu 150 Stellen abbauen wird. Mit Sitz in Waldbrunn, Baden-Württemberg, hat das Unternehmen, das 1966 in Hilden, Nordrhein-Westfalen, gegründet wurde, sich auf die Produktion von Umreifungsmaschinen, Palettenpackpressen und Transportsicherungssystemen spezialisiert. Mosca beschäftigt weltweit rund 1.400 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von etwa 300 Millionen Euro. Die Schlagzeilen rund um den Stellenabbau werfen ein Licht auf die Herausforderungen innerhalb der Branche.
Der Druck auf die Maschinenbauer ist hoch, was die Geschäftsführung dazu veranlasst hat, auf einer Betriebsversammlung über die bevorstehenden Verhandlungen mit den betrieblichen Gremien zu informieren. Diese sollen „so fair und verantwortungsvoll wie möglich“ gestaltet werden. Positiv hervorzuheben ist, dass bis zum 1. Juli 2026 keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden sollen. Dennoch bleibt die Unsicherheit über die Zukunft der Belegschaft und die Dauer der Kürzungen bestehen.
Hintergründe und Herausforderungen
Die Ankündigung von Mosca reiht sich in einen besorgniserregenden Trend ein, denn laut dem Branchenverband VDMA haben deutsche Maschinenbauer im Jahr 2025 rund 22.000 Stellen gestrichen. Diese Entwicklungen sind vor allem auf die US-Zollpolitik, Konkurrenz aus China sowie hohe Arbeitskosten und übermäßige Regulierung zurückzuführen. Der Maschinenbau, eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft, hat seit geraumer Zeit mit einer Krise zu kämpfen, die sich auch in sinkenden Produktionszahlen widerspiegelt.
Die Beschäftigtenzahl im Maschinen- und Anlagenbau ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent gesunken und wird voraussichtlich auch 2026 weiter abnehmen. Der VDMA berichtet von einem Strukturwandel, bei dem viele Firmen versuchen, ihre Stammbelegschaft wegen des Fachkräftemangels zu halten. Die Unsicherheit über mögliche neue Einstellungen ist groß, da immer mehr Unternehmen Stellenabbau planen.
Ein Blick in die Zukunft
Trotz der düsteren Prognosen gibt es einen Hauch von Hoffnung. Der VDMA erwartet für das Schlussquartal 2025 eine Wende, mit steigenden Aufträgen und der Möglichkeit einer Produktionssteigerung. Es bleibt abzuwarten, ob Mosca und andere Unternehmen der Branche diese Wende ebenfalls nutzen können, um aus der Krise herauszukommen. Die Transformation hin zu einer profitablen und unabhängigen Unternehmensstruktur ist für Mosca ein erklärtes Ziel, das auch eine Anpassung der Vergütungsbestandteile umfasst, jedoch keine Streichungen beinhaltet.
Die Situation im Maschinenbau ist somit nicht nur eine Herausforderung für Unternehmen wie Mosca, sondern auch ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Branche weiterentwickeln wird, und ob die Hoffnung auf eine Stabilisierung tatsächlich in Erfüllung geht.