Am heutigen 5. November 2025 gibt es wichtige Neuigkeiten aus dem Ostalbkreis: Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat klargestellt, dass in der Region kein Atommüll gelagert wird. Diese Entscheidung folgt auf umfassende geologische Untersuchungen und eine eingehende Analyse von 90 Teilgebieten in Deutschland. Nur die Regionen rund um Ulm, die Schwäbische Alb, der Schwarzwald sowie Heidelberg sind als potenzielle Standorte für ein Endlager hoch-radioaktiver Stoffe in Baden-Württemberg in der engeren Auswahl.
Gerade im Ostalbkreis hat man bei der Bewertung festgestellt, dass diese Gebiete als „gering geeignet“ eingestuft werden. Die Städte Bopfingen und Unterschneidheim fallen sogar in die Kategorie „ungeeignet“. Auch der Landkreis Schwäbisch Hall im Norden wird komplett außen vor gelassen. Insgesamt sind mittlerweile nur noch 25 % der Fläche Deutschlands nicht ausgeschlossen, was im Vergleich zu 54 % im Jahr 2020 und 44 % im November 2024 einen deutlichen Rückgang darstellt.
Wie geht es weiter?
Die BGE hat sich das Ziel gesetzt, bis 2027 aus den identifizierten 90 Teilgebieten Standortregionen herauszufiltern, die intensiver untersucht werden. Der Gesetzgeber wird schließlich über den endgültigen Standort entscheiden müssen. Ein Standort für ein sicheres Endlager, das für eine Million Jahre Sicherheit bieten kann, soll bis 2050 gefunden werden. Der Druck, eine Lösung zu finden, ist groß, denn aktuell lagert der deutsche Atommüll in 16 oberirdischen Zwischenlagern in mehreren Bundesländern.
Der Prozess rund um die Lagerung von Atommüll ist entscheidend für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger. Daher bleibt abzuwarten, ob sich die im Rahmen dieser Untersuchungen entstehenden Standorte als nachhaltig und sicher erweisen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich an der Diskussion zu beteiligen und ihre Bedenken zu äußern.
So spannend das Thema auch sein mag, die Komplexität erfordert ein gewisses Augenmerk und Fingerspitzengefühl. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Behörden und Experten essenziell ist, um einen geeigneten und sicheren Weg für die Atommülllagerung zu finden. Es bleibt abzuwarten, welche Regionen schließlich in Betracht gezogen werden und welche Sicherheitsvorkehrungen dabei getroffen werden müssen.
Die nächsten Schritte und Entscheidungen sind also von großem Interesse – und eine Herausforderung für alle Beteiligten. Gehen wir mit einem guten Händchen an die Sache heran, dann könnte vielleicht ein passender Standort gefunden werden, der den Ansprüchen an Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht wird.
Für weiterführende Informationen zu den Entscheidungen der BGE und ihren Hintergründen können Sie Schwäbische Post besuchen.