Inmitten des rasanten Wandels im Autohandel zeigt sich die Kummich-Gruppe in der Region Ostalb stark und zukunftsorientiert. Unter der Leitung von Thomas Kummich, der das Unternehmen seit 43 Jahren prägt, betreibt die Gruppe 18 Standorte, darunter Bopfingen, Aalen und Heidenheim. Wie Schwäbische Post berichtet, zählt die Kummich-Gruppe zu den größten Autohändlern der Region und hat sich kontinuierlich in der Liste der 100 größten Autohausgruppen Deutschlands behauptet.
Doch der Autohandel steht vor umfassenden Herausforderungen. Der Strukturwandel in der Branche wird von der Elektromobilität, dem Preisdruck und dem Aufstieg neuer Wettbewerber, insbesondere aus China, geprägt. Kummich hat dies erkannt und betrachtet Wachstum als seine Überlebensstrategie. „Kleinere Händler haben es schwer, im Markt zu bestehen“, merkt der Unternehmer an. Die großen Handelsgruppen erzielen derzeit im Schnitt nur eine Rendite von 1,5 Prozent, während die kleineren oft weit darunter bleiben, was die Passivität in diesem Sektor verstärkt.
Elektromobilität und internationale Konkurrenz
Die Nachfrage nach Elektroautos ist eine Herausforderung für viele Händler. Mal gibt es einen Boom, mal flaute herunter – die Preissensibilität der Kunden ist nicht zu unterschätzen. Autoopen hebt hervor, dass der Gebrauchtwagenmarkt dynamischer ist als der Neuwagenhandel, was vor allem auf wirtschaftliche Unsicherheiten zurückzuführen ist. Händler sind gefordert, sich technologisch und strategisch auf diese Veränderungen einzustellen.
Kurrichs Kummich-Gruppe hat die chinesische Marke BYD ins Portfolio aufgenommen und zeigt sich von deren technologischen Lösungen überzeugt. Die Kritik an den geplanten Strafzöllen auf Fahrzeuge aus China sorgt für Unruhe, zumal BYD bereits Werke in Europa anlegt und damit die lokale Produktion vorantreibt. Kummich sieht dennoch Chancen und bleibt optimistisch, dass der stationäre Handel auch in Zukunft bestehen bleibt.
Die Rolle des persönlichen Kontakts
Obwohl der Onlinehandel von immer größerer Bedeutung ist, sind sich die Händler einig: Autos kauft man nicht einfach online, gemütlich vor dem Bildschirm. Nein, da braucht es den persönlichen Kontakt. Auch Kummich betont, dass die persönliche Beziehung zu den Kunden eine wichtige Rolle spielt, besonders beim Verkauf von Gebrauchtwagen, wo Vertrauen entscheidend ist. Die ständige Konkurrenz durch Online-Plattformen bringt Herausforderungen, doch lokale Händler, die einen erstklassigen Service bieten, können hier punkten.
Zusammengefasst bleibt die Lage im Autohandel angespannt. „Es wird nicht einfacher“, kündigt Kummich an. Die steigenden Kosten und der Preisdruck setzen die Branche weiter zu. Doch die Kummich-Gruppe wird auch weiterhin in die regionale Struktur investieren und standhaft die Herausforderungen angehen. Schließlich kann man mit einem guten Händchen für die Zukunft planen!