In Schwäbisch Gmünd sorgt eine geplante Änderung der Öffnungszeiten des Bud-Spencer-Bads für Diskussionen unter den Bürgern. Die Stadtwerke und Bäderbetriebe haben die Notwendigkeit von Einsparungen bei Personal- und Betriebskosten hervorgehoben. Besonders betroffen sind die Frühschwimmer, die sich über die geplante Öffnung des Freibads ab 10 Uhr beschweren. Ein langjähriges Angebot, das Frühschwimmen vor der Arbeit, könnte entfallen. Kritiker befürchten, dass die Reduzierung der Öffnungszeiten langfristig zu Einnahmeverlusten führen könnte. Tina Walter, eine langjährige Frühschwimmerin und ehemalige Top-Triathletin, hat bereits einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Öffnungszeiten an zwei Wochentagen um eine Stunde zu verkürzen (8 bis 19 Uhr) und an anderen Tagen von 10 bis 20 Uhr zu öffnen. Alternativ könnte eine Schließung in der Mittagszeit (12 bis 14 Uhr) in Betracht gezogen werden, um die Frühschwimmer nicht auszuschließen.
Die Frühschwimmer gelten als verlässliche Besucher und häufige Dauerkartenbesitzer, was ihre Bedeutung für die Bäderbetriebe unterstreicht. Während allgemeine Einigkeit über die Notwendigkeit von Einsparungen besteht, gibt es Kritik an der Art und Weise, wie diese umgesetzt werden. Einige Vorschläge aus anderen Kommunen beinhalten die Nutzung von Freibädern als Veranstaltungsorte, etwa für Konzerte und buchbare Angebote. Diese Ansätze könnten helfen, das Freibad als lebendigen Treffpunkt mit Einnahmepotential zu etablieren, anstatt es nur als kostengünstiges Pflichtangebot zu betrachten. Nutzer zeigen zudem eine Bereitschaft zur konstruktiven Mitgestaltung, doch bleibt unklar, ob die Verantwortlichen darauf eingehen werden. Weitere Details zu den Freibädern in Schwäbisch Gmünd sind in einem Bericht der Gmünder Tagespost zu finden.
Freibadsaison und Preise
Die Freibadsaison in Schwäbisch Gmünd beginnt am Sonntag, den 11. Mai 2025. Bei angenehmem Wetter, mit Vorhersagen von bis zu 20 Grad, freuen sich die Besucher auf die Eröffnung des Bud-Spencer-Bads und des Freibads in Bettringen. Betriebsleiter Thomas Vetter hat bestätigt, dass es keine akuten Sanierungsprobleme in den Gmünder Freibädern gibt. In den letzten Jahren wurden Pumpen ausgetauscht, um die Anlagen stromeffizienter zu machen. Das Freibad in Bettringen wurde 2014 nahezu komplett saniert und auch die Duschen und Umkleiden wurden zuletzt erneuert.
Für die bevorstehende Saison sind Saisonkarten für beide Freibäder im Vorverkauf erhältlich, derzeit mit einem Rabatt von rund fünf Prozent. Der ermäßigte Preis für eine Saisonkarte für Erwachsene beträgt bis zum 10. Mai 135 Euro, danach 142 Euro. Bisher wurden über 1200 Saisonkarten verkauft, darunter 1150 für das Bad im Schießtal und 350 für Bettringen. Die Preise für Tageskarten liegen bei 6,40 Euro für Erwachsene und 3,40 Euro für Kinder ab 6 Jahren. Die Schlusszeiten der Freibäder variieren je nach Wetterlage, das Bud-Spencer-Bad hat jedoch bis 20 Uhr geöffnet.
Ein Vergleich der Eintrittspreise
Im Kontext der aktuellen Diskussion um die Freibäder lohnt sich ein Blick auf die Eintrittspreise in anderen deutschen Städten. In Köln beispielsweise kosten die Eintrittspreise für Erwachsene 6,30 Euro und für Kinder ab 6 Jahren 4,20 Euro. In München liegt der Preis für Erwachsene bei 6 Euro, während Kinder unter 12 Jahren kostenlos in die Freibäder gehen können. In Düsseldorf zahlen Erwachsene 5,90 Euro und in Bielefeld 5,50 Euro. Der Preis für Kinder variiert zwischen 3 und 4 Euro. Diese Vergleiche zeigen, dass die Eintrittspreise in Schwäbisch Gmünd im Rahmen des bundesweiten Durchschnitts liegen und die Freibäder auch als kostengünstige Freizeitangebote dienen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um die Öffnungszeiten entwickeln wird und ob die Vorschläge der Nutzer Gehör finden werden. Die Freibäder in Schwäbisch Gmünd sind nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Region. Der Erfolg der Freibadsaison wird auch davon abhängen, wie gut es gelingt, die verschiedenen Interessen der Nutzer in Einklang zu bringen.