Am 8. Februar 2026 fand in Schwäbisch Gmünd das Internationales Guggenmusiktreffen statt, das über 2.000 Besucher anzog. Die Veranstaltung, die im Herzen der Stadt stattfand, begeisterte Narren, Guggenfans und Musikliebhaber aus der Region. Das Highlight des Festes war der Frühschoppen, der bis in den späten Nachmittag dauerte und mit einer Vielzahl von Auftritten der Guggenkapellen aufwartete. Einmal mehr zeigten die Guggenkapellen ihre Kreativität und Vielfalt, während sie sich ein letztes Mal in der Fasnetssaison präsentierten.
Die Auftaktgruppe „Guggamusigg Kalksteoi“ aus Neresheim setzte mit ihrem Motto „Game of Thrones – Play of Tones“ einen eindrucksvollen Start. Die fantasievollen Kostüme, bei denen jedes Häß ein Unikat war, zogen die Blicke der Zuschauer auf sich. Offiziell begrüßt wurden die Anwesenden von Erstem Bürgermeister Christian Baron, Präsident Eberhard Kucher, Vizepräsidentin Natali Hofmann und den Prinzen Julia I. und Max I., die gemeinsam mit der Prinzengarde das Fest eröffneten. Die Moderation übernahm Robert Frank, während Lisa Herrmann vom Orgateam für die Organisation und Preisvergabe zuständig war.
Ein internationales Fest voller Musik und Freude
Insgesamt nahmen 19 Guggenkapellen mit rund 800 Musikerinnen und Musikern aus verschiedenen Ländern, darunter die Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein, Österreich und Deutschland, an dem Event teil. Der inoffizielle Auftakt fand bereits am Freitagabend mit dem Guggenball der Gmendr Gassfetza im Prediger statt. Während des gesamten Wochenendes wurden die Besucher von Auftritten der Guggenkapellen sowie von der Partyband „Die Bande“ unterhalten.
Besonders bemerkenswert war die Teilnahme der Guggenmusikgruppe „Los Krawallos“, die sich durch ihre inklusive Besetzung auszeichnete – etwa die Hälfte der rund 50 Musiker besteht aus Menschen mit Behinderung. Die Veranstaltung bot nicht nur musikalische Darbietungen, sondern auch zahlreiche Möglichkeiten zur Verpflegung durch lokale Vereine und Gastronomien, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten.
Wettbewerb und Preisverleihung
Im Rahmen des Frühschoppens fand auch die Preisverleihung statt, bei der die Besucher über die besten Guggenkapellen abstimmen konnten. Die Jury hatte die Möglichkeit, per QR-Code zu wählen und die Kategorien umfassten den besten Sound, das schönste Kostüm und die beste Stimmung. Die Preisträger des Tages waren „Zinke-Waggis“ aus Weil am Rhein, die den ersten Platz für ihre farbigen Kostüme errangen, während „Gugguba“ aus Hechingen für den besten Sound ausgezeichnet wurde. Die „Edafetzer“ wurden für die beste Stimmung geehrt.
Das Fest zeigte einmal mehr die Lebendigkeit und den Gemeinschaftsgeist der Fasnet durch gemeinsames Feiern. Auch in den kommenden Jahren wird Schwäbisch Gmünd als Schauplatz für Guggenmusikliebhaber eine bedeutende Rolle spielen. Bereits in zwei Jahren wird das 41. Internationale Guggenmusiktreffen am 7. und 8. Februar 2026 stattfinden, mit 18 Gruppen und etwa 700 Musikern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. Der Narrenbaum wird auch dann wieder auf dem Oberen Marktplatz aufgerichtet und die Guggenmusikgruppen werden zahlreiche Auftritte in der Innenstadt haben.
Für weitere Informationen und Details zur Veranstaltung können Interessierte die Remszeitung besuchen, die Schwäbische Zeitung für lokale Berichterstattung konsultieren und die offizielle Seite der Gmendr Gassafetza im Auge behalten.