In der kleinen Gemeinde Durmersheim im Kreis Rastatt hat ein verheerender Brand am 25. November 2025 die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ vollständig zerstört. Fast 131 Kinder, die in dieser Einrichtung betreut wurden, stehen nun vor der Herausforderung, eine neue Betreuungsstätte zu finden. Der gesamte Sachschaden wird auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt. Der Bürgermeister Klaus Eckert äußerte sich betroffen über die Lage und dankte den Einsatzkräften, die in der Nacht zum Brandort eilten, um Schlimmeres zu verhindern. Er berichtete, es seien keine Verletzten zu beklagen, dennoch sei die emotionale Betroffenheit vieler Eltern und Anwohner spürbar. Klar ist, dass die Gemeinde schnell handeln musste, um ein gutes Umfeld für die betroffenen Kinder zu gewährleisten. SWR berichtet von den starken Auswirkungen, die das Feuer auf die Gemeinde hat.

Am 26. November, nur einen Tag nach dem Vorfall, wurde eine Notbetreuung für die betroffenen Kinder einrichtet. Die Gemeinde reagierte prompt und schuf eine Lösung, um den betroffenen 131 Kindern eine vorübergehende Unterkunft in anderen Kindergärten anzubieten. Ab dem 1. Dezember werden 75 Kinder in der „Villa Regenbogen“ und 56 Kinder im ehemaligen Kindergarten St. Lioba untergebracht. Die Reaktivierung der Räume im St. Lioba ist für Januar 2026 geplant, nachdem die Gemeinde die Instandsetzungskosten auf rund 50.000 Euro schätzt. Die Eltern können sich also etwas entspannen, denn die Gemeindeverwaltung hat alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet, um die Kinder schnellstmöglich unterzubringen, wie ka-news berichtet.

Emotionale Reaktionen und Anpassung der Kinder

Die emotionale Belastung für die Eltern und Kinder ist groß. Eltern wie Selina Chabauty, die dreifache Mutter und stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende, berichten von der Verunsicherung und den vielen Fragen, die die Kinder nun haben. „Es ist eine harte Zeit, und die Stabilität der Kleinen hat oberste Priorität“, erklärt Chabauty. Die neue Umgebung bringt viele Unsicherheiten mit sich, doch die Gemeinde hat sich bemüht, die Gruppen und Bezugspersonen möglichst gleich zu halten, um die Umgewöhnung zu erleichtern.

Die Solidarität innerhalb der Gemeinde zeigt sich auch in neuen Initiativen. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet, in das bereits 15.000 Euro für neue Spielsachen geflossen sind. Eltern und Nachbarn bündeln ihre Kräfte, um den Kindern ein Stück Normalität zurückzubringen. „Wir wollen, dass die Kinder trotz der schweren Zeiten ein Lächeln auf dem Gesicht haben“, so der Bürgermeister.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Die Pläne für einen Neubau der „Villa Kunterbunt“ am bisherigen Standort sind zwar in Arbeit, stehen jedoch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch Brandsachverständige. Die Umsetzung des neuen Gebäudes, das Platz für sieben Gruppen bieten soll und in nachhaltiger Holzbauweise geplant ist, dürfte bis September 2027 andauern. Dies zeigt, wie intensiv die Gemeinde in dieser Phase mit den Herausforderungen umgeht. Die Situation ist für alle Beteiligten herausfordernd, doch die Anstrengungen der Gemeinschaft geben Hoffnung auf eine positive Zukunft für die betroffenen Kinder.

In dieser schwierigen Zeit wird deutlich, dass die Gemeinschaft in Durmersheim stark ist und den betroffenen Kindern und ihren Familien mit Zusammenhalt und Unterstützung zur Seite steht. Der Wille zur schnellen und stabilen Lösung ist gegeben, und so bleibt zu hoffen, dass die Kinder bald wieder ein Stück Normalität erleben dürfen.