Am Samstag wird in den Bavaria Studios bei München die neue „Miss Germany“ gewählt. Dieser Wettbewerb, der im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, hat sich von einer Schönheitskür zu einer Plattform entwickelt, die Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen eine Bühne bietet. In diesem Jahr stehen neun Frauen im Finale, darunter Unternehmerinnen, eine Biologin und eine Presseoffizierin der Bundeswehr. Diese Finalistinnen haben sich aus mehr als 2.600 Bewerberinnen durchgesetzt und zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig und engagiert Frauen in Deutschland sind. Quelle.

Eine herausragende Kandidatin ist Amelie Reigl aus Würzburg, die als Biologin menschliche Haut züchtet, um die Zahl der Tierversuche zu verringern. Ihr Engagement für ethische Forschung ist ein Beispiel für die Verantwortung, die die Teilnehmerinnen in der Gesellschaft übernehmen möchten. Besonders bemerkenswert ist auch, dass Büsra Sayed aus Berlin und Amina Ben Bouzid aus Wiesbaden die ersten Frauen im Finale sind, die ein Kopftuch tragen. Dies zeigt, dass der Wettbewerb nicht nur Vielfalt feiert, sondern auch eine Plattform für unterschiedliche kulturelle Hintergründe bietet.

Ein Wettbewerb mit tiefem Sinn

Der Veranstalter, die Miss Germany Studios, sucht nicht nach Beauty-Influencerinnen, sondern nach zukünftigen DAX-Vorständinnen und erfolgreichen Gründerinnen. Diese Neuausrichtung des Wettbewerbs zielt darauf ab, Frauen zu fördern, die die Zukunft gestalten und Verantwortung übernehmen. Die Wahl findet am Vorabend des Weltfrauentags in einer Live-Show statt, die auf Sixx und dem Streaming-Portal Joyn ausgestrahlt wird. Das Finale ist Teil eines „Empowering Festivals“, das sich auf Karriere, Austausch und Vernetzung konzentriert.

Die amtierende „Miss Germany“, Valentina Busik, ist eine Ärztin, die mit Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen arbeitet. Sie hat einen Avatar entwickelt, der medizinischen Fachjargon in 40 Sprachen und Gebärdensprache übersetzt, und zeigt damit, wie Technologie und Gesundheitswesen Hand in Hand gehen können. Quelle.

Vernetzung und Weiterbildung für Bewerberinnen

Die Teilnahme am Wettbewerb bietet den Bewerberinnen nicht nur die Chance auf den Titel, sondern auch Zugang zu einem wertvollen Netzwerk. Durch die Bewerbung sichern sich die Teilnehmerinnen einen Platz im Miss Germany Netzwerk, das unter anderem Zugang zu einer exklusiven WhatsApp-Community beinhaltet. Hier können Kontakte geknüpft und Tipps von anderen Bewerberinnen erhalten werden. Zudem wird das TV-Format von einem Produktionsteam begleitet und dokumentiert die Reise der Kandidatinnen bis zum Awards Finale. Quelle.

Die Miss Germany Studios bieten auch digitale Live-Masterclasses, z.B. zu Themen wie „How to Rock LinkedIn“, sowie einzigartige Events in besonderen Locations wie dem Soho House in Berlin. Diese Workshops und Masterclasses werden von namhaften Persönlichkeiten geleitet und ermöglichen es den Teilnehmerinnen, sich mit bekannten Persönlichkeiten wie Karo Kauer und Lena Rogl zu vernetzen. Solche Initiativen fördern nicht nur die Sichtbarkeit der Teilnehmerinnen, sondern bieten auch wertvolle Ressourcen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung.