In der Justizvollzugsanstalt Ravensburg brodelt es gewaltig. Wie all-in.de berichtet, stehen vier Hauptverdächtige im Verdacht, innerhalb der Haftanstalt Rauschgift und Medikamente gehandelt zu haben. Alles deutet darauf hin, dass hier ein gut organisiertes Netzwerk am Werk ist, welches die Gefängnismauern überwindet. Hinweise auf den Drogenhandel sorgten dafür, dass die Polizei zu intensiven Ermittlungen ansetzte, die bereits im Frühjahr 2025 begannen.
Dabei wurden insgesamt 19 Tatverdächtige zwischen 18 und 30 Jahren entdeckt, die den Rauschgifthandel in der JVA unterstützt haben sollen. Unter den Verdächtigen sind auch drei Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt, was die Situation besonders prekärel macht. Am 7. November 2025 führte die Polizei eine groß angelegte Durchsuchungsaktion durch, um dem Treiben ein Ende zu setzen.
Durchsuchungen und Festnahmen
Die Durchsuchungen erstreckten sich über mehrere Justizvollzugsanstalten und zwölf Wohnobjekte in ganz Deutschland. An der Aktion beteilgte sich eine Vielzahl von Polizeikräften, darunter die Kriminalpolizei Friedrichshafen sowie die Polizeipräsidien aus Ulm, Mannheim und Karlsruhe sowie die Bereitschaftspolizei. Bei diesen Razzien wurden nicht nur Kokain und diverse Arzneimittel sichergestellt, sondern auch verschiedene Waffen und Bargeld.
Gegen die vier Hauptverdächtigen und eine 29-jährige Komplizin wurden Untersuchungshaftbefehle wegen bandenmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln erlassen. Diese wurden am Dienstag in Vollzug gesetzt, während die 29-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Ein weiterer Mitbeschuldigter erhielt einen Haftbefehl, der jedoch unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.
Fortdauernde Ermittlungen
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Friedrichshafen zu dem Netzwerke von Drogenhändlern dauern indessen an. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte das weitreichende Konsequenzen für das Vertrauen in die Sicherheitskräfte innerhalb der Haftanstalten haben. Hier geht es nicht nur um den Drogenhandel, sondern auch um das System selbst, das aufgetaut und hinterfragt werden muss.
Die Geschehnisse in der JVA Ravensburg sind der jüngste Vorfall, der zeigt, wie komplex die Probleme im Gefängnissystem sind. Die Polizei hat ein ernstes Wort gesagt und wird weiterhin alles daran setzen, diesen kriminellen Machenschaften ein Ende zu setzen.