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Weltweit ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt, für seine aggressive Art bekannt und oft mit einer hohen Sterblichkeit verbunden. Die Diagnose erfolgt häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium, was die Behandlung stark erschwert. Am 20. November, dem Weltpankreastag, richteten führende Ärzte der Oberschwabenklinik Ravensburg, Prof. Dr. Karolin Thiel und Prof. Dr. Peter Klare, das Augenmerk auf die Vorbeugung, Diagnostik und Therapie dieser tückischen Erkrankung. Wie Schwäbische.de berichtet, fühlen sich viele Betroffene von der Diagnose überfordert, dabei wird im Erstgespräch klar und offen über die Erkrankung gesprochen, ohne dabei die Hoffnung aufzugeben.

Die Symptomatik des Bauchspeicheldrüsenkrebses bleibt oft unsichtbar, bis es zu spät ist. Warnsignale wie unerklärlicher Gewichtsverlust, anhaltende Bauchschmerzen oder neu auftretender Diabetes im höheren Lebensalter können Hinweise darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Besonders alarmierend ist die Gelbfärbung von Augen und Haut sowie Rückenschmerzen, die ernst genommen werden sollten.

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Diagnose und Behandlung

Die Diagnose erfolgt durch moderne bildgebende Verfahren wie Computertomografie und Magnetresonanztomografie. Ein interdisziplinäres Tumorboard bewertet die Befunde und trifft Entscheidungen über die weitere Behandlung. Die Tumoren werden in drei Gruppen eingeteilt:

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  • Primär resektable Tumoren: operabel, Ziel ist die vollständige Entfernung.
  • Borderlineresektable Tumoren: lokal begrenzt, aber in Gewebe oder Gefäße wachsend; hier steht oft eine Chemotherapie zur Tumorverkleinerung vor der Operation an.
  • Nicht resektable oder metastasierte Tumoren: in diesen Fällen liegt der Fokus auf der systemischen Behandlung zur Linderung der Beschwerden.

Die Operationsfähigkeit spielt eine entscheidende Rolle für die Überlebenswahrscheinlichkeit. Bei einem operablen Tumor liegt die Überlebensrate in den ersten fünf Jahren zwischen 22 und 37 Prozent. Bei fortgeschrittenem Tumor geht diese Zahl hingegen auf erschreckend niedrige 0,2 bis 0,4 Prozent zurück, wie medizin.plus berichtet. Altersgrenzen stellen dabei kein Ausschlusskriterium dar; entscheidend ist die Ausbreitung des Tumors.

Steigende Fallzahlen und Risikofaktoren

In Deutschland wurden im Jahr 2022 etwa 18.738 Menschen neu mit Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, eine Zahl, die kontinuierlich ansteigt. Die Erkrankung steht damit an neunter Stelle der Krebstodesfälle und hat eine der niedrigsten Überlebensraten unter den Krebserkrankungen. In den letzten Jahren wurde ein Anstieg der Fälle bei Menschen über 65 Jahren festgestellt. Die Hauptform, das Adenokarzinom, macht 80 bis 90 Prozent der Fälle aus und ist mit einer besonders schlechten Prognose verbunden, wobei die Patienten meist innerhalb von 3 bis 5 Monaten nach der Diagnose versterben.

Zu den bekanntesten Risikofaktoren zählen aktives sowie passives Rauchen, starkes Übergewicht, chronische Pankreatitis und hoher Alkoholkonsum. Regelmäßige Kontrollen sind besonders für Menschen mit Pankreaszysten wichtig, da diese potenziell entarten können. Eine gesunde Lebensweise kann hier vorbeugend wirken. Laut Krebsdaten.de stellen Infektionen wie Helicobacter pylori und eine familiäre Vorgeschichte ebenfalls relevante Risikofaktoren dar.

Abschließend lässt sich sagen, dass fortschrittliche Behandlungsmethoden und die Aufklärung über Risikofaktoren dringend nötig sind, um den stetig steigenden Zahlen des Bauchspeicheldrüsenkrebses entgegenzuwirken. Ein öffentlicher Vortrag zu diesem Thema im Elisabethen-Krankenhaus Ravensburg tat seinen Teil, um das Bewusstsein zu schärfen.