In der Zeit vom 26. Januar bis zum 3. Februar 2026 fand an der Schule am Schlosspark in Aulendorf eine wichtige Präventionswoche statt, die von den Schulsozialarbeiterinnen des Hauses Nazareth organisiert wurde. Ziel dieser Woche war es, die Schülerinnen und Schüler für verschiedene gesellschaftliche, mediale und soziale Herausforderungen zu sensibilisieren. Dabei standen die Entwicklung von Handlungsstrategien und die Auseinandersetzung mit Themen wie Gewalt, Hatespeech, der „Loverboy-Masche“, Alkohol- und Drogenprävention sowie sexualpädagogischer Prävention im Vordergrund.
Ein fester Bestandteil dieser schulischen Präventionsarbeit ist die enge Zusammenarbeit mit dem Präventionsteam der Schule. Die Inhalte wurden altersgerecht von Fachkräften des Polizeipräsidiums Ravensburg, Pro Familia Ravensburg und der Misa-Arkade Ravensburg vermittelt. Die Organisatoren und alle Beteiligten, einschließlich der Schulsozialarbeiterinnen, wurden für ihr Engagement gewürdigt.
Inhalte und Herausforderungen
Die Präventionswoche behandelte vor allem den verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien, ein Thema, das in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Da Hatespeech und Fake News im Internet weit verbreitet sind, ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler lernen, kritisch mit Informationen umzugehen. Hierbei können verschiedene Bildungsressourcen unterstützen. Die SESAM Mediathek des Landesmedienzentrums bietet Materialien zu Hatespeech, Fake News, Extremismus und Informationskompetenz für alle Klassenstufen und Schularten an.
Zusätzlich gibt es pädagogische Online-Angebote, die Unterrichtsmaterialien bereitstellen, um Schülerinnen und Schüler für diese Themen zu sensibilisieren. Die Kampagne „Bitte was?!“ nutzt den Hashtag #bittewas, um ein Zeichen gegen Fake und Hass zu setzen und stellt umfangreiche Materialien zu Kommunikation im Netz und Demokratiebildung zur Verfügung.
Medienpädagogische Ansätze
Um den Herausforderungen von Hatespeech und extremistischen Rekrutierungen zu begegnen, wurden auch Projekte wie „Achtung?!“ ins Leben gerufen, die von der Polizei Baden-Württemberg unterstützt werden. Diese Initiativen bieten Informationsmaterial und Unterrichtsmaterialien, die Lehrkräfte in ihrer Arbeit einsetzen können. Dabei wird der Fokus auf eine umfassende Medienpädagogik gelegt, die auch den Bereich Menschenrechtsbildung umfasst, wie die Materialien der europäischen No-Hate-Speech-Bewegung zeigen.
In der heutigen digitalen Welt ist es unerlässlich, dass Jugendliche nicht nur über die Gefahren von Hatespeech aufgeklärt werden, sondern auch lernen, wie sie diesen aktiv begegnen können. Die Präventionswoche an der Schule am Schlosspark ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Bildungseinrichtungen auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren und ihre Schülerschaft umfassend unterstützen können.
Fazit und Ausblick
Die in der Präventionswoche behandelten Themen sind nicht nur aktuell, sondern auch von großer Relevanz für das gesellschaftliche Miteinander. Die Verbindung von schulischer Präventionsarbeit mit externen Experten und Medienbildungsressourcen führt zu einer ganzheitlichen Förderung der Medienkompetenz. So wird nicht nur das Bewusstsein für soziale Herausforderungen geschärft, sondern auch das nötige Rüstzeug vermittelt, um sich in der komplexen digitalen Welt zurechtzufinden. Die fortwährende Auseinandersetzung mit diesen Themen bleibt wichtig, um junge Menschen zu verantwortungsbewussten und informierten Bürgern zu erziehen.