In Koblenz, wo die Menschen oft ein gutes Händchen für soziale Projekte haben, sind kreative Ideen gefordert, um Menschen in Not eine Hand zu reichen. Mehrere Ehrenamtliche Organisationen hier in der Region planen für das Jahr 2024 innovative Projekte, die das Leben von Benachteiligten spürbar verbessern sollen. Gerade heute wird mehr denn je deutlich, dass Hilfe vor Ort und globale Solidarität Hand in Hand gehen müssen. Die Initiativen, die unter dem Motto “Helfen bringt Freude” laufen, zeigen, wie engagiert sich die Menschen hier einsetzen.

Von Tansania bis nach Nepal sind sieben Vereine aktiv, wobei sechs von ihnen bereits von der Weihnachtsspendenaktion profitiert haben. Der neuste Zugang ist der Verein Kwizera aus Horgenzell, der Mikro-Kredite für Frauen in Ruanda zur Förderung ihrer Selbsthilfe bereitstellt. Dieses Konzept hat sich bewährt – bereits Ende 2009 stellte die Ruanda Stiftung 2.500 Euro für Mikro-Kredite zur Verfügung, und beeindruckende 96,1 Prozent dieser Kredite wurden zurückgezahlt, trotz der Herausforderungen, die viele Kreditnehmer durchleben mussten, wie beispielsweise schlechte Ernten und persönliche Schicksale.

Vielfältige Projekte für die Zukunft

Die einzelnen Initiativen bieten verschiedenste Unterstützung: So setzt sich die Organisation Friends of Extrek-Africa beispielsweise für notleidende Menschen in Tansania ein. In einem abgelegenen Tal in Nepal plant man ein Selbsthilfeprojekt, inspiriert von der Extrek-Farm in Tansania. Auch die Fairhandelsgenossenschaft Weltpartner mit Sitz in Ravensburg hat sich vorgenommen, im Jahr 2026 Solarleuchten an Aeta-Familien auf den Philippinen zu verteilen. Damit soll nicht nur die häusliche Beleuchtung verbessert werden, sondern auch für die Bildung von Kindern gesorgt sein.

Die Kinderstiftung Ravensburg erweitert zudem ihr Projekt „Lesewelten“, um insbesondere Kinder mit Flucht- und Migrationshintergrund Vorlese-Aktionen anzubieten. Und auch in Indien wird nicht untätig gewartet: Asha Niketan Chennai plant den Bau einer barrierefreien Cafeteria, um Menschen mit geistiger Behinderung die Chance zu geben, selbstständig zu arbeiten.

  • Friends of Extrek-Africa (Waldburg): Selbsthilfeprojekt in Nepal.
  • Fairhandelsgenossenschaft Weltpartner (Ravensburg): Solarleuchtenverteilung auf den Philippinen.
  • Kinderstiftung Ravensburg: Vorlese-Aktionen für geflüchtete Kinder.
  • Asha Niketan Chennai (Indien): Barrierefreie Cafeteria für Menschen mit Behinderung.
  • Emmaus-Schule (Uganda): Neugestaltung des Spielplatzes für mehr als 450 Kinder.
  • Ekuthuleni Projekte (Ravensburg): Unterstützung für benachteiligte Jugendliche in Simbabwe.
  • Kwizera (Horgenzell): Mikro-Kredite für Frauen in Ruanda.

Die engagierte Arbeit dieser Organisationen findet nicht nur lokal Zuspruch. Auch auf europäischer Ebene zeigt die EU ein großes Interesse an der Förderung von sozialem Unternehmertum und Mikrofinanzierungen. Mit Programmen wie „InvestEU“ und dem Eu-Programm für soziale Innovation wird die finanzielle Unterstützung für sozial schwache Gruppen gezielt gefördert. Ziel ist es, nicht nur Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch soziale Inklusion voranzutreiben. Daher freut es, dass viele der hier angesprochenen micro-financial Projekte mit EU-Geldern in Verbindung stehen, um das nachhaltige Ökosystem zu stärken.

In den kommenden Wochen werden die Leser und Leserinnen der „Schwäbischen Zeitung“ noch mehr über die spannenden Ansätze und Entwicklungen der einzelnen Organisationen erfahren. Es ist zu hoffen, dass die kreativen Ideen und der Einsatz der Ehrenamtlichen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von vielen Menschen führen werden.

Schwäbische Zeitung berichtet, dass ehrenamtliche Organisationen durch die Projekte nicht nur den Bedürftigen helfen, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität aus Koblenz setzen.

Für alle, die an diesen Projekten teilhaben möchten oder mehr darüber erfahren wollen, sind die Vereine jederzeit offen für neue Unterstützer. Gemeinsam kann etwas Großartiges entstehen, das über die Grenzen von Koblenz und darüber hinaus hinaus strahlt.

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen, denn: Helfen bringt Freude!