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Im Rems-Murr-Kreis tut sich einiges im Bereich des Breitbandausbaus. Ganze 40 Prozent der Haushalte können bereits auf schnelles Internet zurückgreifen und im Laufe dieses Jahres sollen weitere 20.000 Glasfaser-Anschlüsse hinzukommen. Ziel ist es, bis Ende 2025 die Hälfte aller Haushalte mit einem leistungsfähigen Breitbandanschluss zu versorgen. Dies gab das Landratsamt bekannt. Dennoch, so berichtet ZVW, steht der Glasfaserausbau aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage unter gehörigem Druck.

Mit dieser Herausforderung ist das Digitalisierungsthema im Rems-Murr-Kreis aber noch lange nicht am Ende. Digitalisierungsminister Thomas Strobl stellte für die Kreise Esslingen, Ludwigsburg, Stuttgart und den Rems-Murr-Kreis insgesamt 26 Millionen Euro an Landesförderungen bereit. Rund 22 Prozent dieser Mittel fließen in den Rems-Murr-Kreis, wo über 5,7 Millionen Euro an Fördergeldern an 13 Städte und Gemeinden vergeben wurden, um insbesondere Schulen und unterversorgte Einzelgebäude an schnelles Internet anzuschließen, wie Rems-Murr-Kreis.de berichtet.

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Fokussierung auf Schulen und unterversorgte Gebiete

Besonders erfreulich ist, dass 19 Schulen in Backnang, Weinstadt und weiteren Gemeinden jeweils 80.000 Euro erhalten, insgesamt also rund 1,5 Millionen Euro. Auch die Medianklinik in Oppenweiler wird 80.000 Euro zugesprochen. Der Rest der Fördersumme von 4,1 Millionen Euro soll an Alfdorf, Kirchberg an der Murr, Korb, Leutenbach und Rudersberg fließen, um weiße Flecken in der Internetversorgung zu schließen, wo die Geschwindigkeit unter 30 MBit/s liegt.

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Um diesen Ausbau voranzutreiben, hat der Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr bereits Ausschreibungen für den Anschluss der Schulen und die Versorgung der weißen Flecken gestartet. Dies alles wurde 2019 initiiert, um die Koordination des Breitbandausbaus in der Region zu verbessern. Die Markterkundungsverfahren sichern aktuell die identifizierten Gebiete, in denen Eile geboten ist. Rückmeldungen von Telekommunikationsunternehmen werden dazu ausgewertet.

Breitbandausbau als Wirtschaftsmotor

Wie wichtig der Breitbandausbau für die wirtschaftliche Entwicklung ist, zeigt eine Studie von PwC Deutschland: Es besteht eine positive Korrelation zwischen der Breitbandversorgung und wirtschaftlichen Kennzahlen. So stieg das durchschnittliche Bruttoeinkommen in Regionen mit gutem Breitbandausbau um 17,63 Prozent. Kleinere Gemeinden könnten hiervon besonders profitieren, denn eine höhere Datenverfügbarkeit zieht nicht nur Familien, sondern auch Unternehmen an.

Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Hohe Kosten, komplexe Genehmigungsverfahren und der Fachkräftemangel belasten den eigenwirtschaftlichen Glasfasernetzausbau, besonders im ländlichen Raum. Zudem besteht eine Sättigung bei Haushalten mit Internetanschlüssen von 250 Mbit/s oder mehr, was die Nachfrage nach Glasfasernetzen bisher eingeschränkt hat. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass ein effizienter Ausbau der Telekommunikationsnetze in ländlichen Gebieten durch strategische Maßnahmen gefördert werden kann, um die Wirtschaftskraft zu stärken, wie auch in einem weiteren Bericht festgestellt wurde oder dem bloggen von PwC.

Zusammenfassend lässt sich sagen, der Rems-Murr-Kreis steht vor einer Wende im digitalen Bereich, auch wenn die Wirtschaftslage momentan eine Herausforderung darstellt. Mit gezielten Förderungen und einem klaren Plan zum Breitbandausbau könnte die Region in naher Zukunft nicht nur eine bessere Internetversorgung genießen, sondern auch wirtschaftlich profitieren.