In der heutigen Zeit, wo Herzgesundheit mehr denn je im Fokus steht, hat das Klinikum Winnenden unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Andreas Jeron wertvolle Informationen zur Erkennung und Prävention von Herzinfarkten zusammengestellt. Das Klinikum hebt hervor, wie wichtig es ist, Warnsignale rechtzeitig zu identifizieren und entsprechend zu handeln. Ein gesundes Herz pumpt etwa fünf Liter Blut pro Minute in Ruhe und ist für unsere Gesundheit unerlässlich. Doch wie erkennt man, ob etwas nicht stimmt?

Ein Herzinfarkt gehört zu den gefürchtetsten Erkrankungen im Herz-Kreislauf-Bereich. Das Klinikum bietet spezielle Dienstleistungen an, um Patienten bestmöglich zu unterstützen. Die koronare Herzkrankheit, ein Hauptauslöser für Herzinfarkte, wird oft unterschätzt, und das Bewusstsein für diese Erkrankung muss geschärft werden. Doch nicht nur die Diagnose ist entscheidend, auch die Ansätze zur Therapie müssen geschlechtsspezifisch beachtet werden.

Geschlechtsunterschiede in der Kardiologie

Ein besonders aktuelles Thema, das auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2025 diskutiert wurde, sind geschlechtsspezifische Unterschiede bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Unterschiede prägen nicht nur die Präsentation der Krankheiten, sondern verlangen auch differenzierte Diagnostik und Therapieansätze. So zeigt sich, dass die koronare Spontandissektion (SCAD), die vor allem Frauen betrifft, häufig nicht richtig erkannt wird. Hierbei handelt es sich um einen bedrohlichen Zustand, der bis zu 25% aller Myokardinfarkte bei jüngeren Frauen ausmachen kann.

Dass Frauen in der Kardiologie oft unterrepräsentiert sind, führt dazu, dass ihre spezifischen Krankheitsbilder nicht ausreichend erforscht sind. Dies betrifft insbesondere solche Zustände wie Takotsubo-Kardiomyopathie (TTS), die häufig Frauen im postmenopausalen Alter nach emotionalem oder körperlichem Stress trifft. Dieses Phänomen wird bei Männern deutlich weniger festgestellt. Frauen berichten zudem über andere Symptome wie Müdigkeit und Angstzustände, was die Diagnostik erschwert.

Die Rolle der Forschung und der Schulung

Die aktuelle Forschung ist gefordert, mehr Augenmerk auf diese Unterschiede zu legen. Ein Positionspapier der DGK beleuchtet eindringlich die geschlechtsspezifischen Aspekte in der Kardiologie. Es wird immer klarer, dass eine personalisierte Behandlung unter Berücksichtigung dieser Unterschiede notwendig ist. Nur wenn Frauen und Männer gleichwertig in Studien repräsentiert sind, können wir eine bessere Versorgung für alle gewährleisten. Im Rahmen dieser Bemühungen soll auch die Fort- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal verbessert werden.

Insgesamt zeigt sich, dass geschlechter­spezifische Unterschiede in der Medizin nicht länger ignoriert werden dürfen. Die Vielfalt der Symptome und die unterschiedliche Reaktion auf Behandlungen erfordern ein Umdenken in der Kardiologie und darüber hinaus. Die Erkenntnisse über diese Unterschiede sind entscheidend, um alle Patient:innen gezielt und effektiv zu behandeln.

Mehr Informationen über die Bedeutung geschlechtsspezifischer Ansätze in der Kardiologie sind in den ausführlichen Artikeln von ZVW, Ärzteblatt und in den aktuellen Leitlinien der DGK zu finden.