Ein ungewöhnlicher Verkauf sorgte am 24. November 2025 in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ für Aufsehen. Die Lehrerin Constance Trefflich aus Remshalden, Baden-Württemberg, brachte zwei historische Schulobjekte mit, die einst bei der Sanierung der Gewerblichen Schule in Schwäbisch Gmünd entdeckt wurden. Moderiert von Horst Lichter, entwickelte sich im Händlerraum ein lebhaftes Bietergefecht um eine Rolltafel für den Anatomieunterricht aus den 1950er bis 1960er Jahren und ein handgezeichnetes Banner für den Schminkunterricht aus den 1920er bis 1930er Jahren.
Die Lehrerin hoffe auf einen bescheidenen Preis von 20 Euro. Fachmann Detlev Kümmel schätzte den Wert jedoch auf stolze 350 bis 500 Euro. Das Interesse unter den Händlern war groß: Das erste Gebot lag bereits bei 120 Euro. Am Ende erhielt Neu-Händler Ferdinand Resul Adanir den Zuschlag für die Objekte – und das für 300 Euro. Constance Trefflich strahlte vor Freude und kündigte an, das Geld an die Schule und die Schüler zu spenden, was die Situation umso herzlicher machte.
Eine aufregende Geschichte
„Bares für Rares“ begeistert nicht nur mit den Verkaufszahlen, sondern auch mit den Geschichten hinter den Objekten. In dieser Episode spiegelte sich die Leidenschaft und der Wille wider, etwas Gutes zu tun, was nicht nur bei Trefflich, sondern auch bei anderen Verkäufern einen Platz hat. So erhielten bereits zuvor Schüler aus dem Schwarzwald Aufmerksamkeit, als sie mit dem Verkauf eines Ölgemäldes Gelder für eine Kunst-Kursfahrt sammelten.
Die Schulmaterialien von Trefflich sind nicht nur historische Relikte, sondern auch in bemerkenswert gutem Zustand. Dies sprach klar für eine hohe Nachfrage unter den Händlern, die sich um die Objekte rissen. Pech für die, die nicht mitbieten konnten – das Bietergefecht war spannend und zeigt einmal mehr, dass alte Schulgegenstände hoch im Kurs stehen. „Das Material hat wirklich Charme“, fasste ein Händler zusammen.
Der Hype um historische Schulobjekte
„Bares für Rares“ zeigt in jeder Episode faszinierende Deals und Geschichten. So brachte eine andere Episode am 3. Oktober das mehr als 100 Jahre alte Zylinder-Motorenmodell aus Gusseisen ins Rampenlicht – auch hier wurde ein reger Austausch unter den Händlern beobachtet. Der Verkäufer forderte 200 bis 300 Euro, während der Sachverständige ihm immerhin 300 bis 350 Euro zutraute. Das finale Gebot betrug letztlich 650 Euro, und das Modell fand seinen neuen Platz bei einem Sammler in den USA – spannende Marken für kreative Köpfe und Sammler gleichermaßen.
Die ZDF-Sendung sorgt weiterhin für Entertainment und verbindet dabei auf gelungene Weise historische Werte mit modernen Interessen. „Altes zu neuem Leben erwecken“ – das bleibt nicht nur ein Trend, sondern auch ein wertvolles Gut, das Lehrerinnen und Lehrer wie Constance Trefflich in die Hände ihrer Schülerinnen und Schüler legen.
Wer die spannende Episode verpasst hat, kann diese in der ZDF-Mediathek nachholen. Den emotionalen Gewinn und die Geschichten, die die Objekte erzählen, möchte man schließlich nicht missen.