Heute ist der 21.02.2026 und in Reutlingen, einer Stadt in Baden-Württemberg, blühen die ersten Pollen von Erle und Hasel. Allergiker sollten sich auf eine erhöhte Pollenbelastung einstellen, auch wenn die heutige Einschätzung für diese beiden Pollenarten als gering eingestuft wird (Quelle 1).
Das Wetter trägt dazu bei, dass die Symptome für viele Betroffene erträglich bleiben. Mit leichtem Regen, mäßigem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit ist die Pollenbelastung am Vormittag in den Städten durchaus erträglich. Besonders für Allergiker ist es ratsam, Aktivitäten im Freien in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu planen, da die Pollenbelastung tagsüber ansteigt. Die Temperaturen erreichen heute bis zu 8 °C und der Regen könnte sogar Pollen aus der Luft waschen.
Pollenflug und Allergiesymptome
Die Pollen von Erle und Hasel sind besonders klein und leicht, was sie zu starken Allergieauslösern macht. Die Symptome, die viele Allergiker bei Kontakt mit diesen Pollen erleben, sind unter anderem Niesen, tränende Augen und Atemreiz. Es ist wichtig zu wissen, dass die Symptome bei Hasel und Erle häufig ähnlich sind, und es kommt nicht selten zu Kreuzreaktionen, was die Behandlung erschwert. Die Hauptsaison für die Erle beginnt im März, während die Haselblüte bereits im Januar oder Februar startet.
Allergien, insbesondere Pollenallergien, sind ein weit verbreitetes Problem in Deutschland. Laut Schätzungen sensibilisieren sich 24 bis 36 Millionen Menschen auf verschiedene Pollen, wobei Birken- und Gräserpollen besonders häufig sind (Quelle 2). Der Deutsche Wetterdienst und die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst erstellen Vorhersagen, die für die acht wichtigsten Blütenpollen gelten: Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia.
Die Auswirkungen von Allergien
Mehr als 12,2 Millionen Menschen in Deutschland identifizieren sich als Allergiker und Allergien zählen zu den chronischen Erkrankungen. Diese Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene kann erhebliche gesundheitliche Beschwerden verursachen, wie Heuschnupfen und Asthma bronchiale. Besonders Kinder sind betroffen: Laut DAK leiden 30 % der Jungen und 26,6 % der Mädchen im Alter von 15-17 Jahren an Heuschnupfen. Auch die Zahl der Allergiker nimmt durch verschiedene Faktoren zu, wie etwa den Klimawandel, der längere Pollenflugzeiten und eine erhöhte Pollenproduktion durch CO2-Anstieg verursacht (Quelle 3).
Allergiker können ihre Symptome mit Medikamenten wie Antihistaminika, zum Beispiel Cetirizin, lindern. Eine langfristige Behandlung durch Hyposensibilisierung, bei der der Körper an die Allergene gewöhnt wird, könnte ebenfalls eine Option sein. Die Pollenbelastung bleibt ein zentrales Thema, insbesondere in städtischen Gebieten, wo die Belastung oft höher ist. Daher ist es wichtig, sich rechtzeitig über Pollenflug und Allergiegefahren zu informieren, um mögliche Beschwerden zu minimieren.