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Die Eichhörnchen stehen bei Naturliebhabern hoch im Kurs, doch die farbenfrohen Nager aus der Familie der Hörnchen (Sciuridae) sehen sich zunehmend Herausforderungen gegenüber. Diese artigen Geschöpfe sind nicht nur bekannt für ihre auffälligen „Pinselohren“ und den buschigen Schwanz, der bis zu 22 Zentimeter misst, sondern auch für ihre beeindruckenden Fähigkeiten. Sie legen bis zu 10.000 Nussverstecke an und entwickeln dabei ein bemerkenswertes räumliches Vorstellungsvermögen, indem ihr Hippocampus um bis zu 15% wächst, wie ÖkoReich berichtet.

Doch der Schein trügt. In Deutschland sind die heimischen Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) zunehmend in Gefahr. Diese Bedrohungen sind nicht nur auf natürliche Feinde und Klimaveränderungen zurückzuführen, sondern auch auf die invasive Art, die sich immer mehr ausbreitet: das Grauhörnchen (Sciurus carolinensis). Diese robusten Nager aus Nordamerika haben sich seit ihrer ersten Aussetzung in England im Jahr 1876 stark etabliert und stellen mittlerweile eine ernsthafte Konkurrenz für die heimischen Arten dar. Laut dem NABU verdrängen sie die einheimischen Eichhörnchen, insbesondere in Regionen wie Großbritannien.

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Das Problem mit den Grauhörnchen

In England sind die einheimischen Eichhörnchen mittlerweile fast vollständig ausgerottet, und das Grauhörnchen hat sich als äußerst anpassungsfähig erwiesen. Es ist nicht nur robust, sondern trägt auch das lebensgefährliche Squirrelpox-Virus, das für Eichhörnchen fatal sein kann. Während in Deutschland derzeit keine Hinweise auf freilebende Grauhörnchen existieren, ist die europäische Verbreitung dieser Art beunruhigend. Eine europaweit abgestimmte Strategie zum Schutz der heimischen Eichhörnchen ist dringend notwendig, um deren Fortbestand zu sichern.

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Doch nicht nur die invasive Art bereitet den Eichhörnchen Sorgen. Der Klimawandel stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Wie Tanya Lenn von der Eichhörnchen-Hilfe Berlin/Brandenburg erklärt, leiden die Tiere unter den Folgen anhaltender Trockenheit und steigender Temperaturen. Viele Gärten und Parks, wo Eichhörnchen einst Nahrung und Lebensraum fanden, bieten ihnen durch Baumfällungen und die Anpflanzung von Steingärten keine geeigneten Bedingungen mehr. Laut dem Welt können sie durch Dehydrierung vom Baum stürzen, was ihre Überlebenschancen erheblich mindert.

Die Aufmerksamkeitskampagnen

Verstärkt wird auch auf die Gefahren hingewiesen, die von Mährobotern und freilaufenden Katzen ausgehen. Diese stellen für die kleinen Tiere eine große Bedrohung dar. Um das Wohl der Eichhörnchen zu unterstützen, rufen Naturschutzverbände dazu auf, flache Wasserschalen in Gärten und auf Balkonen aufzustellen. Um die genauen Bestände der Eichhörnchen zu beobachten und zu dokumentieren, sind Mitmachaktionen zur Sichtungsmeldung zunehmend gefragt.

Zusammengefasst ist die Situation für die Eichhörnchen in Deutschland ernst. Die fortschreitende Zerstörung ihrer Lebensräume, die Bedrohung durch invasive Arten sowie das sich verändernde Klima setzen den beliebten Nagern zu. Es bleibt zu hoffen, dass durch gezielte Schutzmaßnahmen und das Engagement der Bevölkerung die kleinen Nager bald wieder in unseren Gärten und Parks eine sichere Heimat finden.