In Heddesheim bei Mannheim ging es gestern hoch her, als Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Wahlkampf von Manuel Hagel, dem CDU-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg, unterstützte. Vor rund 800 interessierten Gästen betonten die beiden Herren die Notwendigkeit eines selbstbewussten Deutschlands inmitten globaler Herausforderungen. Merz machte dabei deutlich, dass Europa sich von den USA emanzipieren müsse, um eigene Interessen klar und entschlossen zum Ausdruck zu bringen. „Wir müssen mehr arbeiten und die industrielle Basis in Deutschland bewahren“, so der Kanzler, der Dissonanzen in der aktuellen amerikanischen Politik kritisierte und den Rückzug von einer regelbasierten Ordnung zu einer machtzentrierten Politik anprangerte, wie newstime.joyn.de berichtet.

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Das Event fand in der Unternehmenszentrale von Pfenning-Logistics statt, einem Arbeitgeber mit 7000 Mitarbeitern, der als bedeutendes Beispiel für die wirtschaftliche Stärke der Region gilt. Die Stimmung war geprägt von Erwartung und Energie, ähnlich der, die man bei einem Fußballspiel verspürt. Hagel, in signalgelber Weste und Schutzhelm, präsentierte sich als Macher und setzte ein Zeichen: Vom Analysieren zum Handeln. „Wir müssen diese Situation als Chance zum Handeln begreifen“, erklärte er, und sprach sich für eine stärkere Integration in Europa und ein differenziertes Schulwesen aus. Ziel ist es, das Wachstum in der Region zu fördern und die Stärken baden-württembergischer Produkte, insbesondere im Automobilbereich, hervorzuheben, so Stuttgarter Nachrichten.

Ein Wiedersehen in Bad Rappenau

Merz und Hagel werden im Rahmen des Wahlkampfs am 8. März erneut in den Südwesten reisen, wo sie in Bad Rappenau vor etwa 1.300 Gästen auftreten wollen. Hagels Ambitionen sind nichts Geringeres als die Nachfolge des amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), der sich nicht mehr zur Wahl stellt. Aktuelle Umfragen zeigen die CDU bei 29%, während die AfD und die Grünen ihrerseits auf 21% und 20% kommen. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die CDU im Epochenbruch die Chance hat, ihre Position im Bundesland zu festigen.

Zusätzlich hob Hagel die Bedeutung einer verbindlichen Grundschulempfehlung und eines letzten kostenlosen Kindergartenjahres hervor, die zur Qualität der Bildung in Baden-Württemberg beitragen sollen, was bpb als wichtige politische Themen in seinen Bildungsangeboten thematisiert.

In Heddesheim führte Hagel die Gespräche und wartete auf Merz, der sich leider verspätete. Trotz der Verzögerung drängten die interessierten Bürger in langen Schlangen zur Halle. Merz warnte vor den drastischen Veränderungen der globalen Machtzentren und unterstrich die Dringlichkeit, starke europäische Beziehungen zu fördern, um in der internationalen Arena bestehen zu können.

Das politische Echo dieses Auftritts wird sicherlich noch in den kommenden Wochen nachhallen, während die CDU unter der Führung von Merz und Hagel ambitionierte Schritte für eine neue Ära in Baden-Württemberg setzen will.