Am frühen Abend des 13. Februar 2026 wurde ein Gendarm am Triumphbogen in Paris von einem mit einem Messer bewaffneten Mann angegriffen. Der Vorfall ereignete sich während der Vorbereitungen zur Entzündung der Ewigen Flamme, die den verstorbenen Soldaten gewidmet ist. Laut Berichten der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen übernommen hat, versuchte der Angreifer, ein Mitglied der Musikkapelle der Gendarmerie zu attackieren. Der Grund für diesen gewaltsamen Vorstoß ist bisher unbekannt.
Der Gendarm, der auf den Angreifer schoss, handelte laut Innenminister Laurent Nuñez regelkonform. Dieser Schutzmechanismus war notwendig, da der Täter sich in einem aggressiven Zustand befand. Der Angreifer wurde bei dem Schuss schwer verletzt und befindet sich laut dem französischen Nachrichtenportal „Le Parisien“ in Lebensgefahr. Glücklicherweise soll der Gendarm nicht verletzt worden sein. Es ist erwähnenswert, dass Gendarmen formell zur französischen Armee gehören, im Gegensatz zu den Polizeibeamten, die unterschiedliche Aufgabenbereiche abdecken.
Hintergrund des Terrorismus in Frankreich
Frankreich sieht sich seit den 1990er Jahren einer anhaltenden Bedrohung durch islamistischen Terrorismus gegenüber. Die ersten Anschläge wurden durch die Groupe Islamique Armé (GIA) während des algerischen Bürgerkriegs verübt. In den letzten Jahren hat sich die Bedrohungslage jedoch verändert. Nach dem Ende der territorialen Herrschaft des Islamischen Staates (IS) in Syrien und Irak hat sich das dschihadistisch-salafistische Milieu umstrukturiert. Der Anstieg inspirierter Angriffe und dschihadistischer „Alleingänge“ seit 2022 ist besorgniserregend und verdeutlicht die anhaltende Gefahr.
Die Relevanz der Terrorismusbekämpfung in Frankreich ist von großer gesellschaftlicher und politischer Bedeutung. Seit den Anschlägen von 2015 hat sich der Sicherheitsdiskurs auf extremistische, aber nicht gewaltorientierte Akteure ausgeweitet. Dies führt zu Spannungen in der Bevölkerung und einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung. Die radikalisierungspräventiven Maßnahmen, koordiniert durch das Interministerielle Komitee zur Prävention von Radikalisierung und Kriminalität (CIPDR), gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Ein Blick in die Zukunft
Die Freilassung von 200 verurteilten Dschihadisten bis Ende 2022 könnte zukünftige Entwicklungen im Bereich des Terrorismus in Frankreich beeinflussen. Gleichzeitig könnte der angekündigte Rückzug Frankreichs aus dem Nord-Sahel lokale dschihadistische Akteure mobilisieren. Diese Entwicklungen stellen neue Herausforderungen für die innere Sicherheit des Landes dar und erfordern ein umso stärkeres Augenmerk auf die Terrorismusbekämpfung.
In Anbetracht der aktuellen Ereignisse am Triumphbogen wird deutlich, dass die Herausforderungen im Bereich der inneren Sicherheit Frankreichs weiterhin komplex und vielschichtig sind. Die Bevölkerung ist gefordert, wachsam zu bleiben, während die Sicherheitsbehörden unermüdlich daran arbeiten, solche Vorfälle zu verhindern und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie unter Schwarzwälder Bote und Allgäuer Zeitung.