Am 11. November 2025 wurde in Köln der Martinstag feierlich begangen, ein Tag, der bekannt für seine starken Bräuche und die schöne Botschaft des Teilens ist. Die Katholische Kirchengemeinde Heilig-Kreuz lud zur Martinsfeier ein, die vor dem Alten Rathaus in der Oberen Hauptstraße stattfand, da der Münsterplatz zurzeit eine Großbaustelle ist. Diese Feier brachte viele Kinder mit selbstgebastelten Laternen zusammen, die die Stadt in ein warmes Licht tauchten. NRWZ berichtet, dass …
Gemeindereferentin Sigrun Mei begrüßte die versammelten Gäste, besonders die Kinder vom Kindergarten Auf der Brücke, die von Frau Sonia Lepre betreut werden. Sie erzählte eine bewegende Bibelstelle, in der Jesus über das Helfen von Bedürftigen spricht und vermittelte damit den Geist von Sankt Martin, der sein Leben dem Teilen gewidmet hat.
Die Legende des Sankt Martin
Sankt Martin, geboren um 316 n. Chr., war ein römischer Soldat, der nicht nur für seine Tapferkeit bekannt war, sondern auch für seine Menschlichkeit. Die legendäre Geschichte, dass er seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte, wurde bei der Feier auf eindrucksvolle Weise nachgespielt. Der römische Soldat, dargestellt von Gerhard Hipp aus Dietingen, ritt hoch zu Ross auf seiner Schimmelstute „Gloria“ und schnitt seinen Mantel, um ihn dem Bettler, gespielt von Daniel Enzmann, zu geben. Die Anwesenden verfolgten andächtig die Szene, während die Kinder begeistert zusahen. Diese Tradition der Mantelteilung steht stellvertretend für die Botschaft des Teilens und der Nächstenliebe, die Sankt Martin verkörpert.
Die Feier fand einen feierlichen Abschluss mit einem „Vater unser“ und einem Segen, gefolgt von einem Laternenumzug durch das Quartier. Hier sorgte die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Philipp Rebmann für die Sicherheit der Teilnehmer:innen. Nach dem Umzug luden die Ministranten die Kinder zu Punsch und die Erwachsenen zu Glühwein ein, um den Abend gesellig ausklingen zu lassen. Die Martinsfeier war somit nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch eine Gelegenheit für die Gemeinschaft, zusammenzukommen und die Werte von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zu teilen.
Traditionen rund um den Martinstag
Der Martinstag wird nicht nur in Köln gefeiert, sondern in vielen Regionen Europas, oft verbunden mit Laternenumzügen und dem Genuss von Gänsebraten. Traditionell wird der Tag, an dem Sankt Martin am 11. November 397 beerdigt wurde, genutzt, um das Ende der Erntezeit zu markieren. Die Bräuche rund um das Fest haben ihre Wurzeln in den Lichterprozessionen der frühen Christen und keltischen Erntebräuchen. Bis heute ist das Basteln von Laternen und das Singen von Martinsliedern fester Bestandteil der Feiern. NDR erklärt, dass …
Obwohl der Martinstag kein gesetzlicher Feiertag ist, wird er von vielen Menschen geschätzt und gefeiert, um die herzliche Botschaft des Teilens auch in die moderne Zeit zu tragen. Wie in Köln gesehen, bleibt diese Tradition lebendig und relevant, während sie weiterhin Generationen inspiriert, einander zu helfen und zu teilen. Sankt Martin ist nicht nur ein Symbol der Nächstenliebe, sondern auch ein Anlass, der Freundschaft und Gemeinschaft fördert.