Am Mittwoch vor dem schmutzigen Donnerstag fand in Allmendshofen das traditionelle Ortsgericht statt, organisiert von den Hans-Heini Narro an der malerischen Juniperusquelle. Das Ereignis zog die Aufmerksamkeit der Gemeinde auf sich und bot einen Einblick in die humorvolle und zugleich kritische Seite der Fasnet. Die Bürgermeister Patrick Haas aus Hüfingen und Michael Schmitt aus Brigachtal standen als Angeklagte vor dem Ortsrichter Wolfgang Gut, der unter dem Namen Dedelius fungierte.

Die Vorwürfe gegen die beiden Bürgermeister waren ebenso amüsant wie skurril. Michael Schmitt wurde beschuldigt, Schokolade an seine Mitarbeiter verteilt und selbst genossen zu haben, während er auch mit kreativen Wortschöpfungen wie „Gemeinderatssitzerei“ auf sich aufmerksam machte. Patrick Haas hingegen musste sich für den Konsum von Energy-Drinks, Spezi und Erdbeerriegel am Morgen verantworten, wobei er die leeren Dosen und Flaschen hinterließ. Ihre Verteidigung übernahm Joseph Victor von Scheffel (Bernd Wild). Nach einer amüsanten Verhandlung wurden beide Bürgermeister freigelassen, unter der Bedingung, ein Fass Bier und ein Fässchchen Wein für die Narrenschar zu übernehmen.

Narrenbaum und Festlichkeiten

Die Feierlichkeiten in Allmendshofen endeten jedoch nicht mit dem Ortsgericht. Am Sonntag, den 8. Februar, stellten die Hans Heini Narro und die Sieben-Plätz-Hexen ihren beeindruckenden Narrenbaum auf. Das 22 Meter hohe Exemplar, das aus dem Ried stammt, wurde bei bestem Wetter und guter Stimmung vor dem Rathaus aufgestellt. Die Veranstaltung wurde von fröhlichem Publikum, Gelächter und herzlichen Zurufen begleitet. Die musikalische Begleitung übernahm die Pfuttli Musik aus Aufen, und Frontmann Georg Langenbacher animierte die Besucher zum Mitschunkeln und Mitsingen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe des Schlüssels des Roten Rathauses an den „Bürgermeister“ der Enklave, Franz Wild. Auch hier waren die beiden Bürgermeister Schmitt und Haas anwesend, die nur wenige Tage später wegen ihrer „Vergehen“ vor das Narrengericht zitiert wurden. Nach dem Narrenbaumstellen wurde das Ereignis mit Getränken und angeregten Gesprächen gefeiert, was die gute Stimmung in der Gemeinde weiter festigte.

Eine lebendige Tradition

Solche Veranstaltungen sind nicht nur ein wichtiger Teil der Fasnet-Tradition in der Region Schwarzwald-Baar-Kreis, sondern auch eine Möglichkeit für die Gemeinde, ihre Identität und ihren Zusammenhalt zu feiern. Die Fasnet bietet den Bewohnern Gelegenheit, sich in humorvoller Form mit lokalen Themen und Persönlichkeiten auseinanderzusetzen und schafft eine Atmosphäre des Miteinanders. Die Kombination aus Spaß, Musik und gemeinschaftlichem Feiern sorgt dafür, dass die Tradition lebendig bleibt.

Für weitere Informationen zu diesem unterhaltsamen Ereignis können Sie den vollständigen Bericht hier und die Details zum Narrenbaum hier nachlesen.