Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind die Weichen für die Errichtung eines zentralen Entsorgungszentrums gestellt. Der Kreistagsausschuss für Umwelt und Technik hat in einer nicht-öffentlichen Sitzung über das Projekt beraten, während die Bürger bereits gespannt auf die Umsetzung warten. Der Fokus liegt darauf, eine zentrale Lösung für die Entsorgung von Restmüll zu finden, denn derzeit wird dieser in Tuningen auf Lkws umgeschlagen und zu Müllheizkraftwerken in Eschbach und Göppingen transportiert. Geplant ist, den Restmüll perspektivisch auch über die Bahn abzuwickeln, was für einen umweltschonenderen Transport spricht.
Für den Bahntransport wird jedoch ein geeignetes Grundstück benötigt, um die Abfälle in Bahncontainer umschlagen und verladen zu können. Der Standort soll dabei zentral im Landkreis liegen und einen direkten Bahnanschluss oder zumindest nahe Gleise haben. Das ausgesprochen Wichtigste: Auf diesem Grundstück könnte auch ein zentrales Entsorgungszentrum entstehen, wo die Bürger bequem ihre Abfälle abgeben können. Laut Schwarzwälder Bote werden derzeit verschiedene Grundstücke auf ihre Eignung geprüft, aber die ersten Verhandlungen sind vertraulich.
Der Zeitrahmen für die Umsetzung
Die Pläne befinden sich noch im Anfangsstadium, sodass die Realisierung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Landrat Sven Hinterseh hat angedeutet, dass möglicherweise eine stationäre Annahme schadstoffhaltiger Abfälle in Villingen-Schwenningen eingerichtet werden könnte. Interessant ist zudem, dass der Kreistag nicht erwartet, dass die Anzahl der bestehenden Wertstoffhöfe im Landkreis reduziert wird; diese bleiben ein wichtiger Bestandteil der Abfallwirtschaft.
Ursprünglich wollte man den Restmüll über die Bahn transportieren, doch die hohen Kosten in Verbindung mit diesem Vorhaben sorgten für einen Strategiewechsel. Der Kreistag entschied schließlich, dass der Transport mit Lkws die kosteneffizientere Lösung darstellt, besonders wenn der Müll am Industriegleis in Schwenningen verladen wird. Ab 2026 wird der Restmüll dann größtenteils bei der TREA Breisgau verwertet, die seit 2005 in Betrieb ist. Diese Anlage sorgt dafür, dass jährlich etwa 22.000 Tonnen Abfälle thermisch verwertet werden, was zur Erzeugung von Strom und Fernwärme führt. Für den Übergang wurde am 13. November 2025 entschieden, den Restmüll über die Remondis Süd GmbH an die TREA Breisgau zu liefern, um die Abläufe zu optimieren.
Abfallwirtschaft im Fokus
Für alle, die mehr über die Wertstoffhöfe und Recyclingzentren im Schwarzwald-Baar-Kreis erfahren möchten, gibt es weitere Informationen auf der offiziellen Website mr-sbk.de. Die Entwicklungen rund um das zentrale Entsorgungszentrum stehen also ganz oben auf der Agenda, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Pläne weiter konkretisieren werden. Ein gutes Händchen in der Planung wird sicherlich entscheidend sein, um die Abfallwirtschaft im Landkreis zukunftssicher zu gestalten.