Endlich ist es soweit: Die Bertha-Benz-Schule in Sigmaringen ist nach drei Jahren intensiven Bauens fast fertiggestellt. Mit einem Gesamtvolumen von stolzen 113 Millionen Euro stellt dieses Projekt die größte Investition in der Geschichte des Landkreises dar. Während Landrätin Stefanie Bürkle und Projektleiter Helmut Göppel-Wentz stolz auf das Ergebnis blicken, begeistert sich auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei ihrem Besuch auf der Baustelle. Sie zeigt sich beeindruckt von der modernen Architektur und den geplanten nachhaltigen Technologien.
Der Neubau, welcher mit einem innovativen Konzept von dem Architekturbüro LRO GmbH & Co. KG entworfen wurde, kommt mit vielen umweltfreundlichen Features daher. So sind unter anderem Photovoltaikanlagen, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Fernwärme vorgesehen. Durch die Ausführung nach dem energetischen Standard BEG 40 EE wird die Bertha-Benz-Schule auch den hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht. Das Gebäude wird aller Voraussicht nach im kommenden Schuljahr 2025/2026 eröffnet.
Ein kreativer Auftritt
Ein Highlight des Projekts sind die neuen Aufkleber, die die Schulgemeinschaft stolz präsentiert. Nach dem Tag der offenen Tür im Oktober 2025 kam die geniale Idee auf, mit Aufklebern auf die Schule aufmerksam zu machen. Der Spruch „Nett hier. Aber waren Sie schon mal in der Bertha-Benz-Schule?“ stammt von Bertha-Fachlehrer Helmut Jäger. Schüler der Fachrichtung Farbtechnik wurden mit der Herstellung der Aufkleber beauftragt, die schnell zum Insidertipp in der Region avancierten. Zusätzlich wurden auch Kühlschrankmagnete produziert.
Öffentlich-Private Partnerschaft
Eine Besonderheit des Bauprojekts ist die Umsetzung im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP). Mit dieser Variante wird nicht nur der Bau, sondern auch der Betrieb der Schule über 25 Jahre von der Georg Reisch GmbH & Co. KG übernommen. Dieses Modell ermöglicht eine langfristige Planung und stellt sicher, dass Qualität und Kostensicherheit auch in den kommenden Jahren gewährleistet sind. Dies ist nicht nur wirtschaftlich vorteilhaft, sondern bringt auch Transparenz für alle Beteiligten mit sich. Die wirtschaftliche Prüfung und die Vorteile des ÖPP-Modells werden für jedes Projekt individuell betrachtet, wie auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz nachzulesen ist (bmwsb.bund.de).
Die Realisierung des Neubaus zeigt, wie Planung, Durchführungsmanagement und innovative Ansätze in der Bauweise dazu beitragen, eine Schule zu schaffen, die den Ansprüchen der nächsten Generation gerecht wird. Die Bertha-Benz-Schule präsentiert sich somit nicht nur als Bildungsstätte, sondern auch als Vorreiter in den Bereichen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.
Die Schulgemeinschaft kann sich also nicht nur auf den neuen Standort freuen, sondern auch darauf, Teil eines spannenden, modernen Projekts zu sein, das für die Region Sigmaringen von Bedeutung ist. Wer die Schule noch nicht besucht hat, sollte sich die neue Bertha-Benz-Schule unbedingt einmal ansehen – es lohnt sich!