In Inzigkofen dreht sich am 1. Juli alles um Kunst und Kultur! An diesem Tag findet der bereits etablierte Museumstag statt, der von einem engagierten Bildungswerk in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein, dem Förderverein Kirchen- und Orgelsanierung sowie der Volkshochschule im alten Kloster organisiert wird. Hier erwarten die Besucher:innen nicht nur spannende Führungen durch verschiedene Museen, sondern auch zahlreiche Einblicke in herausragende Sehenswürdigkeiten der Region. Laut Schwäbische dürfen sich Kulturinteressierte auf ein umfassendes Programm freuen.
Das Tagesprogramm beginnt um 14 Uhr mit einer Führung im Klostermuseum, gefolgt von weiteren Besichtigungen, die um 15 Uhr im Bauernmuseum und um 16 Uhr in der Einsiedlerkapelle stattfinden. Besonderes Highlight ist der Rundgang durch den wunderschönen Fürstlichen Park, der um 17 Uhr startet. Treffpunkt dafür ist das Bauernmuseum.
Für alle kleinen Entdecker
Auch die junge Generation kommt am Museumstag nicht zu kurz: Kinder ab der 2. Schulklasse sind herzlich eingeladen, an einer spannenden Rallye durch das alte Kloster teilzunehmen. Diese findet zweimal, um 14 und 16 Uhr, statt und beginnt am Eingang des Klostermuseums. Wer zusätzlich Lust auf Geschichten hat, kann beim Erzähltheater (Kamishibai) um 14:30 Uhr in der unteren Klosterscheuer Platz nehmen.
Leckere Köstlichkeiten und Vorführungen
Zur Stärkung während des Besuchs sorgen zahlreiche Verpflegungsangebote. Zwischen 13:30 und 17:30 Uhr stehen im Außenbereich des Bauernmuseums Kaffee, Kuchen, kalte Getränke und heiße Würstle bereit, betreut vom Förderverein Kirchen- und Orgelsanierung. Auch der Albverein bietet mit Brennsuppe und abgeschmälztem Habermus kulinarische Köstlichkeiten. Wer noch Lust auf etwas Süßes hat, findet am Eiswagen der Boutique Del Gelato da Giana eine verlockende Auswahl an Eisspezialitäten.
Ein weiteres Highlight sind die Vorführungen, die für die Besucher:innen bereitstehen. Um 15:30 Uhr wird eine Sensenvorführung angeboten, gefolgt von der spannenden Demonstration des Aufstellens und Bestückens von „Hoiza“. Bei schlechtem Wetter findet die Bewirtung im Aufenthaltsraum der vhs in der ehemaligen Klosterküche sowie im Flur des Mesnerhauses statt, sodass der Genuss nicht ins Wasser fällt.
Ein Blick in die Geschichte
Das Klostermuseum, das seit 2009 im Erdgeschoss des spätgotischen Mesnerhauses untergebracht ist, bietet den Besuchern Einblicke in die Frömmigkeit, den Alltag und das kunsthandwerkliche Schaffen einer Frauengemeinschaft bis zur Säkularisation im 19. Jahrhundert. Besonders interessant ist auch der Fürstliche Park, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde und mit seiner malerischen Landschaft, den Teufelsbrücken und der Meinradskapelle das historische Erbe der Region verkörpert. Der Park wurde von der Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen gestaltet und ist ein Paradebeispiel für die adlig-repräsentative Landschaftsgestaltung dieser Zeit, wie die Gemeinde Inzigkofen festhält.
Die Führung durch den Kräutergarten, dessen Entstehung auf die 1980er Jahre zurückgeht, ist ebenso ein echter Geheimtipp. Hier zeigt sich die Vielfalt von über 250 verschiedenen Pflanzen und deren Bedeutung für die landwirtschaftliche Kultur, während zugleich Möglichkeiten zur Gestaltung von Lebensräumen für Wildtiere aufgezeigt werden.
Zusätzlich ist der nächste Internationale Museumstag bereits für den 19. Mai 2024 geplant. Dieser Tag hat zum Ziel, die Vielfalt der Museumslandschaft zu feiern und das Augenmerk auf die essentielle Rolle der Museen in unserer Gesellschaft zu lenken. Kreative Programme und Workshops sollen Besucher:innen dazu einladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, wie auf der Website museumsbund.de beschrieben. Es wird spannend, ob Inzigkofen auch hier neue Ideen umsetzen kann!