Weihnachtsstress in Meßkirch: Frau blockiert Kreisel mit Vesper und Musik!
Am 26.12.2025 blockierte eine Frau in Meßkirch im Kreisverkehr, hörte Weihnachtslieder und verursachte Verkehrsstaus. Polizei und Feuerwehr mussten eingreifen.

Weihnachtsstress in Meßkirch: Frau blockiert Kreisel mit Vesper und Musik!
Am vergangenen Sonntag, dem 26. Dezember 2025, ereignete sich in Meßkirch ein außergewöhnlicher Vorfall, der nicht nur die Polizeikräfte, sondern auch die Passanten in Atem hielt. Eine 47-jährige Frau stellte ihren Wagen im Kreisverkehr „Am Stachus“ ab und sorgte für einen gehörigen Verkehrsstaus. Dabei hatte sie es sich gemütlich gemacht: Trotzig hörte sie Weihnachtslieder, während sie mitten im Trubel ihr Vesper auspackte und die Fahrzeughupe betätigte. Passanten, die die seltsame Szenerie beobachteten, informiert die Polizei, die umgehend zur Hilfe eilte. Schwäbische berichtet, dass die Polizei sofort eintraf, jedoch die 47-Jährige sich in ihrem Auto einschloss und die Situation weiter eskalierte.
Mit lautem Gesang und einem Picknick im Fahrzeug ließ sie sich nicht davon abhalten, den Verkehr zu blockieren. Die Polizei stand vor der Herausforderung, mit der Frau umzugehen, die sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Um die Lage zu beruhigen und die Dame aus ihrem Wagen zu holen, wurde die Freiwillige Feuerwehr hinzugezogen, die schließlich eine Scheibe der Fahrertür einschlug. Nach diesem beherzten Schritt konnte die Polizei die Frau schließlich aus ihrem Fahrzeug befreien.
Psychische Ausnahmesituationen und Polizei
In den letzten Jahren wird in der Presse häufig über Gewaltakte berichtet, die von Menschen in psychischen Krisen ausgehen, was ein verzerrtes Bild von psychisch Erkrankten vermittelt. Dabei sind die meisten Betroffenen nicht gewalttätig. Ein Bericht auf der Website der LVPEBW betont, dass Übergriffe meist Einzelfälle sind und durch Deeskalation vermieden werden könnten. Ein einfühlsamer und respektvoller Umgang mit betroffenen Personen ist entscheidend, um solche Vorfälle zu verhindern. Polizeieinsätze in psychischen Ausnahmesituationen erfordern oft besondere Sensibilität und eine geeignete Ausbildung der Beamten, um unnötige Gewalt zu vermeiden und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Die AG „Polizei und Psyche“ wurde ins Leben gerufen, um Strategien zu entwickeln, die den Umgang mit psychisch Erkrankten verbessern. Dies könnte etwa durch Schulungen zur Deeskalation und zur mentalen Gesundheit geschehen. LVPEBW fordert zudem den Aufbau von flächendeckenden Krisendiensten, die bei akuten Situationen zur Unterstützung der Polizei herangezogen werden könnten.
Die Bedeutung von Deeskalation
Die Grundsätze der Deeskalation sind dabei essenziell. Nicht nur Polizeibeamte, sondern auch alle, die mit psychisch erkrankten Menschen in Kontakt kommen, sollten Strategien kennen, um Gewalt zu vermeiden und die Situation zu entschärfen. Die dazu notwendigen Techniken werden als „Talking Down“ bekannt. Hierbei geht es unter anderem darum, eine ruhige und empathische Atmosphäre zu schaffen und klar zu kommunizieren. Coliquio hebt hervor, dass Sicherheit und die körperliche Unversehrtheit aller Beteiligten stets Priorität haben müssen.
Der Vorfall in Meßkirch erinnert uns daran, dass hinter jedem Polizeieinsatz in psychischen Krisensituationen Menschen stehen, die sowohl Unterstützung als auch Verständnis benötigen. Es liegt also im Interesse der Gesellschaft, dass die richtige Ausbildung und die richtigen Hilfsangebote bereitstehen, um solche Situationen in Zukunft sicher und human zu bewältigen.