Zivilcourage in Meßkirch: Zwei Mädchen retten Senior und werden geehrt!
Zwei Schülerinnen aus Meßkirch erhalten den Zivilcouragepreis für ihren mutigen Einsatz bei der Hilfeleistung an einen Senior.

Zivilcourage in Meßkirch: Zwei Mädchen retten Senior und werden geehrt!
Eine bemerkenswerte Geschichte von Zivilcourage und Hilfsbereitschaft ereignete sich im Juni, als die beiden Schülerinnen Emily und Ronya, die sich nun über ihre Auszeichnung mit dem Zivilcouragepreis freuen dürfen, einem hilflosen Senior zur Seite standen. Schwäbische berichtet über den Vorfall, der zeigt, wie wichtig es ist, in kritischen Situationen nicht wegzuschauen.
Der Senior hatte offensichtlich Probleme, als die beiden Mädchen ihn im Stadtbereich bemerkten. Er wirkte verwirrt, trug eine Infusionsnadel und hatte Verletzungen im Gesicht und an den Beinen. Obwohl er mehrmals versicherte, dass alles in Ordnung sei, ließen die beiden nicht locker. Sie sprachen ihn an, stützten ihn und nahmen ihm sein Gepäck ab, um ihn zu einer Bank vor einem nahegelegenen Supermarkt zu bringen. Dort setzten sie alles daran, Hilfe zu organisieren.
Der Weg zur richtigen Hilfe
Das Aufeinandertreffen war anfangs herausfordernd. Die Mädchen versuchten, Alten- und Pflegeheime in der Umgebung zu erreichen, doch ohne Erfolg. Ihre Handys waren fast leer, was die Situation nicht erleichterte. Um den Senior sicher zu stellen, riefen sie schlussendlich die Polizei an. Da der Polizeiposten in Meßkirch geschlossen war, mussten sie auf eine Antwort aus Sigmaringen warten. Diese dauert 45 Minuten!
Während der Wartezeit schauten sie weiterhin nach dem Senior und erhielten Unterstützung von Passanten. Ein zufällig anwesender Pfleger erkannte schließlich den Senior und konnte ihm helfen. Nach diesem Vorfall waren die Mädchen unsicher, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatten. Doch die Bestätigung ihrer Eltern und der positive Rückmeldung von der Polizei, die ihre Taten lobte, bestärkten die beiden in ihrem Handeln.
Zivilcourage als wertvolles Gut
Zivilcourage in dem Sinne, sich für andere einzusetzen, ist nicht nur in dieser Situation von großer Bedeutung. Regelmäßige Berichte und Kampagnen der Polizei, wie etwa die Initiative „tu-was“, verdeutlichen die Wichtigkeit, in brenzligen Lagen aktiv zu werden. Die Bundespolizei nennt sechs Regeln, die jeder beachten sollte, um Hilfe zu leisten, ohne sich selbst zu gefährden. Dazu gehört, aufmerksam sein, andere zu ermutigen und bei Bedarf die Polizei zu kontaktieren.
Die Vorfälle von Straßenkriminalität sind beunruhigend. Laut der Polizei-Beratung stieg die Zahl gefährlicher und schwerer Körperverletzungen im Jahr 2024 erheblich an. Diese Statistik unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Bürgerinnen und Bürger Zivilcourage zeigen. Die Geschichte von Emily und Ronya ist daher nicht nur eine beeindruckende Einzelleistung, sondern ein Aufruf an alle, in ähnlichen Situationen mutig zu handeln.
Bei der Preisverleihung waren die beiden aufgeregt, aber auch stolz darauf, dass selbst die Landrätin von ihrem Alter und ihrem entschlossenen Handeln überrascht war. Ihre Antwort auf die Frage, ob sie wieder hilfsbereit wären, war ein lautes „Ja!“, das für viele als Inspiration dienen sollte.