In einem spannenden Vorhaben für die Schwimmkultur hat in Stuttgart-Zuffenhausen ein einzigartiges Bauprojekt seine Pforten geöffnet: Hier entsteht das erste mobile Hallenbad in Holzbauweise in Europa. Am Kelterplatz wurden dazu am Montag die ersten vorgefertigten Holzmodule angeliefert und gleich montiert. Der innovative Bau ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Eigenbetrieb Stuttgarter Bäder und weiteren Partnern, die ein gutes Gespür für modernes, nachhaltiges Bauen haben.
Das mobile Hallenbad hat nicht nur das Potenzial, das Schwimmen für viele Menschen zugänglicher zu machen, sondern es ist auch ein wahrer Vorreiter in Sachen Ressourcenschonung. Fertiggestellt werden soll es Mitte 2026, wobei Holz nicht nur die tragende Konstruktion, sondern auch die Fassade und die Unterkonstruktion des Edelstahlbeckens prägt. Dies sorgt nicht nur für ein besonders angenehmes Raumklima, sondern hilft auch, die CO₂-Emissionen erheblich zu reduzieren, wie Schwäbische berichtet.
Ein mobiles Konzept
Die Bezeichnung „mobil“ in diesem Kontext beschreibt die Fähigkeit des Hallenbads, sich an verschiedenen Standorten präsentieren zu können. Das Schwimmbad kann nach der Nutzung zerlegt und an einem neuen Platz wiederaufgebaut werden. Die vorgefertigten Module machen es möglich, dass der Bauprozess im Vergleich zu herkömmlichen Methoden viel schneller vonstattengeht. Die geplanten zukünftigen Einsatzorte sind Möhringen und später der Parkplatz des Inselbads Untertürkheim, was die Flexibilität des Projekts unterstreicht.
Wie das Wörterbuch von Merriam-Webster erklärt, hat das Wort „mobil“ viele Facetten. In diesem Fall bezieht es sich auf die Adaptierbarkeit des Hallenbads, ob hinsichtlich seines Standorts oder der Nutzungsmöglichkeiten. So können die Module des Schwimmbads nicht nur leicht transportiert werden, sondern bieten auch eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Gegebenheiten.
Fakten und Ausblick
Die Maße des Wasserbeckens betragen 25 Meter in der Länge und 12,5 Meter in der Breite. Dieses neuartige Bauvorhaben könnte nicht nur ein neues Kapitel für die Schwimmbadlandschaft in Stuttgart aufschlagen, sondern auch als Vorbild für ähnliche Projekte in ganz Europa dienen. Das Team hinter diesem Projekt hat das Ziel, eine kreislauffähige Bauweise zu fördern und gleichzeitig den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Die Fertigstellung des Hallenbads steht für ein zukunftsweisendes Baukonzept, das im Einklang mit ökologischen Prinzipien steht. Stuttgart könnte als Trendsetter für nachhaltiges und mobiles Bauen in der Schwimm- und Freizeitlandschaft dastehen – und wir dürfen gespannt sein, wie sich dieses spannende Projekt entwickeln wird.