Heizungsausfall in Stuttgart: Welche Rechte haben frustrierte Mieter?
Heizungsausfälle in Stuttgart beeinträchtigen Mieterrechte. Erfahren Sie, welche Ansprüche Betroffene haben und wie sie handeln können.

Heizungsausfall in Stuttgart: Welche Rechte haben frustrierte Mieter?
In den letzten Wochen haben viele Mieter in Stuttgart leidvolle Erfahrungen gemacht, als ihre Heizungen während der eisigen Wintermonate ausfielen. Besonders betroffen waren die Stadtteile Untertürkheim und Feuerbach, wo einige Familien bis zu zehn Tage ohne warme Heizkörper und warmes Wasser auskommen mussten. In Feuerbach klagten die Mieter über Temperaturen in ihren Wohnungen, die die Marke von 13 Grad nicht überschritt. Solche Heizungsausfälle werden rechtlich als schwerwiegende Mängel angesehen, die schnelles Handeln erfordern, denn der Winter kann sehr hart sein.
Die gesetzlichen Mindesttemperaturen während der Heizperiode, die traditionell vom 1. Oktober bis Ende April dauert, sind klar festgelegt. Tagsüber sollten die Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad liegen, nachts sind 18 Grad akzeptabel. Auf Mietverträge, die niedrigere Temperaturen vorsehen, kann man sich nicht berufen, da sie unwirksam sind. Auch der Ausfall der Warmwasserversorgung fällt unter die Kategorie „Wohnungsmangel“, was für die Betroffenen zusätzliche Unterstützung rechtfertigt. Laut Stuttgarter Nachrichten sollten Mieter den Vermieter umgehend schriftlich über jegliche Ausfälle informieren und eine rasche Abhilfe verlangen.
Rechte der Mieter
Wenn der Vermieter untätig bleibt, haben die Mieter verschiedene Optionen: Sie können eine letzte Frist setzen oder sogar selbst einen Heizungsinstallateur beauftragen, wobei die Kosten in diesem Fall der Vermieter tragen muss. Es ist wichtig, die Temperaturen in der Wohnung genau zu dokumentieren, da Mietminderungen bei einem vollständigen Heizungsausfall zwischen 75 und 100 Prozent liegen können. Zudem haben Mieter das Recht, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen, sollte die Wohnung dauerhaft kalt bleiben.
Der Vermieter trägt die Verantwortung für die Heizung, solange im Mietvertrag nichts anderes geregelt ist. Er ist auch für die Wartung und Reparatur der Heizungsanlage zuständig. Dessen ungeachtet haben Gerichte festgestellt, dass der Vermieter auch außerhalb der gesetzlichen Heizperiode handeln muss, um die Temperatur unter 20 Grad zu vermeiden, besonders während längerer Kältephasen. Dies ist besonders wichtig, da die Gesundheit der Mieter jederzeit gewährleistet sein muss, wie auf Test.de betont wird.
Praktische Hinweise für Mieter
Bei Heizungsausfällen ist es ratsam, die Ordnungsbehörden einzuschalten, da sie bei Gesundheitsgefahren einschreiten können. Gleichwohl sollten Mieter nicht zögern, ihren Vermieter in die Pflicht zu nehmen. Ein ordnungsgemäß geführtes Protokoll über die Temperaturen in der Wohnung kann in solchen Fällen sehr nützlich sein. Auch die Rechte in Bezug auf Mietminderungen, beispielsweise bei unzureichender Heizleistung, sind gut dokumentiert und können für die Mieter große Vorteile bringen.
Abschließend lässt sich sagen, dass Mieter in Stuttgart gut beraten sind, ihre Rechte zu kennen und im Falle von Heizungsproblemen sofort zu handeln. Es ist immer besser, frühzeitig zu informieren und klare Schritte zu unternehmen, damit man nicht in der Kälte sitzen bleibt, wie uns die aktuellen Geschehnisse eindrucksvoll zeigen.