Am 23. Oktober 2025 feierte die Comic-Welt die Ankunft eines neuen Asterix-Bandes mit dem Titel „Asterix in Lusitanien“. Der Veröffentlichung dieser Erstausgabe folgte ein regelrechter Ansturm auf die Buchhandlungen, insbesondere in Deutschland, wo die Verkaufszahlen bereits fast mit den starken Zahlen aus Frankreich konkurrieren. Christof Manz, Inhaber von Stiefels Buchladen in Tuttlingen, ist von der hohen Nachfrage überrascht. Vorbestellungen von Hardcore-Fans und eine lebhafte Laufkundschaft tragen zu diesem Erfolg bei.

Die Buchhandlung Rupprecht in Tuttlingen verzeichnet ebenfalls eine starke Nachfrage, insbesondere nach der klassischen Heftausgabe. Auch der erste Schwung der Hefte ist bereits restlos ausverkauft. Ein Nachdruck ist erst für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Und die Käufer? Die sind eine bunte Mischung aus jungen und alten Fans, die alle das Abenteuer des kleinen Galliers, der mit seinem Freund Obelix gegen die Römer kämpft, live erleben möchten.

Erfolg auf dem deutschen Comicmarkt

Die Erstausgabe des neuen Asterix-Bandes umfasst stolze 1,8 Millionen Exemplare, die in der Druckerei Mohn Media in Gütersloh hergestellt werden. Ein großer Vorteil für den Verlag ist die Produktionsweise, bei der aus großen farbigen Papierbögen gleich vier Cover des neuen Bandes entstehen. Die Verkaufszahlen sollen bis Weihnachten noch weiter ansteigen, mit zwei klaren Peaks: einen direkt nach der Veröffentlichung und zwei Wochen später. Diese Strategie könnte Asterix und seine Macher weiter auf Erfolgskurs halten.

Laut dem Egmont-Ehapa-Verlag trug der vorherige Band „Die weiße Iris“ maßgeblich zu einem Umsatz von über 60 Millionen Euro im Jahr 2023 bei. Vergleichsweise war der Umsatz im Vorjahr um 12% gefallen, da es keinen neuen Asterix gab. Das zeigt, wie wichtig Neuerscheinungen für den gesamten Comic-Markt sind. Und nicht nur die Comics verkaufen sich gut, auch Merchandise, wie Notizbücher und Taschen, finden reißenden Absatz.

Asterix: Mehr als nur ein Comic

Asterix und Obelix, die beiden legendären Figuren, sind längst mehr als nur Buchhelden; sie sind kulturelle Ikonen. Angefangen von der Schöpfung durch René Goscinny und Albert Uderzo im Jahr 1959 bis hin zu Zahlen, die weltweit über 400 Millionen verkaufte Exemplare zeigen – ein Drittel davon im deutschsprachigen Raum. Jährlich verkaufen sich auch rund 700.000 Exemplare älterer Asterix-Hefte. Asterix ist somit nicht nur im Comicgeschäft hoch im Kurs, sondern hat sich auch in Filmen, einer Netflix-Serie und sogar im Freizeitpark „Parc Astérix“ einen Namen gemacht.

Die Fans sind geradezu begeistert, auch wenn die Buchpartys, wie sie bei Harry Potter für Aufsehen sorgen, ausbleiben. Dennoch ist der Erfolg des neuen Bandes unübersehbar. So berichtete Jan Merkt von „Grimms lesen und genießen“ in Spaichingen von täglichem Nachschub, doch die Verfügbarkeit bleibt ein Problem, da die Hefte konstant ausverkauft sind. Und so kauft sogar Opa Asterix für seinen Enkel – eine wahre Familienangelegenheit.

Also, wir können gespannt sein, was die restliche Weihnachtszeit uns noch bringt – für Asterix und die treue Fangemeinde, die ihm über die Jahre hinweg die Treue gehalten hat. Der Zaubertrank des Druiden Getafix scheint da eine große Rolle zu spielen, wenn es darum geht, Asterix auch in Zukunft ein hohes Ansehen zu sichern.

Schwäbische berichtet, Tagesschau informiert und Asterix.com gibt Einblicke.