In der deutschen Musikszene gibt es viele Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. Eine davon ist die von Madhouze, einer Hardrock-Band aus Baden-Württemberg, die in diesem Jahr ihren 35. Geburtstag feiert. Gegründet 1990, während der Hochphase von Hardrock und Metal in Deutschland, hat die Band ihre Wurzeln tief in der regionalen Musikgeschichte verankert. Jürgen „Happy“ Glück (59, Gitarre), Manfred „Manne“ Beil (69, Bass und Gesang) und Benny Zerr (42, Drummer seit 2008) sind die Gesichter hinter Madhouze, die sich nach all den Jahren treu geblieben sind und bis heute leidenschaftlich Musik machen.

Ihr Proberaum, in einem ehemaligen Bauernhaus-Stall in Dürbheim, zeugt von der Verbundenheit zur Region. Früher waren die Proberäume in der Stumpenfabrik Burger in Spaichingen und im „Scrap Yard“ in Aldingen, aber auch die neuen Gegebenheiten haben ihren Reiz. Der Bandname „Madhouze“ stammt vom Begriff „mad house“, was die energiegeladene und unberechenbare Musik der Gruppe gut beschreibt.

Jubiläumsfeier in Dürbheim

Am 8. November findet die Jubiläumsfeier im ehemaligen Gasthaus „Rose“ in Dürbheim statt, wo um 20:30 Uhr das Jubiläumskonzert beginnt. Der Eintritt kostet 15 Euro, und die Gäste dürfen sich auf ein besonderes Geschenk freuen: einen USB-Stick, der alle sechs Alben der Band enthält. Die aktuelle CD trägt den Titel „Never too Old to Rock“ und spiegelt die Entwicklung der Band im Laufe der Jahre wider.

Wie ihre Kollegen in der deutschen Hardrock-Szene hat Madhouze die Herausforderungen der letzten Jahre gemeistert. Die Auftrittsmöglichkeiten haben sich verringert, und Gigs werden oft als Zuschussgeschäft betrachtet, weshalb sich die Bandmitglieder nie ernsthaft mit dem Gedanken auseinandergesetzt haben, von der Musik zu leben. Trotzdem bleibt der Spaß an der Musik und das Engagement für die Fans ungebrochen. Manfred Beil tritt zusätzlich in einem inklusiven Café auf und widmet sich dort den Volksliedern, was zeigt, dass die Leidenschaft für die Musik weit über die Grenzen von Madhouze hinausgeht.

Ein Blick in die Hardrock-Szene

Die deutsche Hardrock-Szene hat sicherlich ihre Hochs und Tiefs durchlebt, doch die Wurzeln reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Frühe Pioniere wie Scorpions und Accept haben den Grundstein gelegt. Madhouze reiht sich in diese lange Tradition ein und bringt ihren eigenen Stil ein, der von den 80er- und 90er-Jahren beeinflusst ist. Der Einfluss von Benny Zerr hat dazu geführt, dass die Band härtere Songs im Repertoire hat, die durch individuelle Arrangements und englische Texte hervorgehoben werden.

Heute fragen sich viele, wie sich die deutsche Hardrock-Szene entwickelt hat. In einer Zeit, in der Social Media Plattformen wie Instagram und WhatsApp für die Werbung genutzt werden, hat der Charme von Flyern und Plakaten etwas von seiner Magie verloren, dennoch bleibt die Begeisterung für Hardrock unverändert hoch. Die Szene ist nach wie vor aktiv, auch wenn sie nicht mehr im Mainstream vertreten ist.

Umso erfreulicher ist es zu sehen, dass Mahdouze ihr Jubiläum gebührend feiern wird. Das Band-Urgestein ist ein Beispiel dafür, dass die Liebe zur Musik nicht an ein Alter gebunden ist und dass man auch im „Alter“ von 35 Jahren noch nicht zu alt ist, um die Bühne zu rocken. Also, nicht vergessen: Am 8. November wird gefeiert, und vielleicht darf man sich auf die eine oder andere Überraschung freuen!

Für weitere Informationen über Madhouze und die deutsche Hardrock-Szene schauen Sie auch bei schwaebische.de vorbei. Wer sich für weitere Hardrock-Bands interessiert, findet spannende Einblicke auf plattenkritik.com.