In der Nacht auf Donnerstag kam es in Oberstadion zu einem alarmierenden Scheunenbrand, der die örtlichen Einsatzkräfte in Atem hielt. Gegen 4:28 Uhr meldeten besorgte Nachbarn das Feuer, das in der Scheune im Ortsteil Mundeldingen ausgebrochen war. Über 55 Feuerwehrmänner und -frauen aus Oberstadion, Unterstadion und Munderkingen waren schnell zur Stelle, unterstützt von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Technischen Hilfswerks. Innerhalb einer halben Stunde gelang es den Feuerwehrleuten, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, aber die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Morgenstunden hin.
Die gesamte Scheune stand in Flammen und beherbergte wertvolle Maschinen sowie Ölfässer, was den Einsatz zusätzlich erschwerte. Dank des beherzten Eingreifens der Feuerwehren konnte eine Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Gebäude verhindert werden. Glücklicherweise blieben sowohl Menschen als auch Tiere unverletzt, was den Einsatzkräften ein wenig Erleichterung brachte. Bürgermeister Kevin Wiest, dessen Wohnhaus nur etwa 100 Meter entfernt ist, verfolgte die Löscharbeiten vor Ort interessiert.
Ursache und Schaden
Die Brandursache ist bislang unklar, und nach ersten Ermittlungen der Polizei Munderkingen ist ein technischer Defekt nicht auszuschließen. Der Schaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt, was die Tragweite dieses Vorfalls verdeutlicht.
In gewisser Weise stehen solche Vorfälle im größeren Kontext der Brandausbruchstatistik in Deutschland. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik haben sich in der Vergangenheit einen signifikanten Anteil der Brände in Gebäuden ereignet, insbesondere zwischen 23 Uhr und 4 Uhr. Es ist bekannt, dass Küchen mit 27 % die häufigsten Brandherde darstellen und Holzbauweise zusätzliche Risiken birgt.
Einsatz bei schwierigen Bedingungen
Ein weiteres Hindernis für die Fabulierkunst der Feuerwehr waren die dichten Nebelschwaden, die die Sicht erheblich einschränkten. Die Flammen waren aus dem etwa 100 Meter entfernten Feuerwehrhaus nicht sichtbar. Um die Einsatzkräfte bestmöglich zu unterstützen, wurde eine Drohnenstaffel des Alb-Donau-Kreises ins Spiel gebracht, die einen Überblick aus der Luft gewährte.
Mit dieser Unterstützung und der beeindruckenden Schnelligkeit der Feuerwehren konnte Schlimmeres verhindert werden. Doch der Vorfall erinnert auch daran, dass immer Gefahr in der Nähe ist, insbesondere bei landwirtschaftlichen Betrieben, in denen oft flüchtige Stoffe wie Öl gelagert werden.
Wir hoffen, dass die Ermittlungen bald Aufschluss über die Ursache des Feuers geben und weiterhin alle Einsatzkräfte auf derartige Notfälle gut vorbereitet sind. Schwäbische.de und Augsburger Allgemeine berichten regelmäßig über lokale Einsätze, um die Bevölkerung stets auf dem Laufenden zu halten.