Baden-Württemberg blickt auf spannende Zeiten voraus, denn die Landtagswahl steht vor der Tür! Am 8. März 2026 ist es soweit und die politischen Kräfte im Land formieren sich. Wie n-tv.de berichtet, bereiten sich die SPD und die FDP bereits intensiv bei ihren anstehenden Parteitagen auf die Wahl vor.

Die Sozialdemokraten treffen sich in Fellbach, während die Freien Demokraten sich in Pforzheim versammeln. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Wahl ihrer Spitzenkandidaten: Für die SPD wird Andreas Stoch, der Landes- und Fraktionschef, ins Rennen gehen, während Hans-Ulrich Rülke, ebenfalls Partei- und Fraktionschef, für die FDP kandidiert. Die Parteitage sind nicht nur eine Gelegenheit, die Spitzen zu küren, sondern auch, die Rangfolge der Landesliste für die Wahl zu bestimmen – und das ist entscheidend, schließlich bringen die Listenplätze die Chancen der Kandidaten stark ins Spiel.

Neues Wahlrecht – was sich ändert

Ein weiterer spannender Punkt ist das überarbeitete Wahlrecht, das den Wählerinnen und Wählern nun zwei Stimmen einräumt. Neben der ersten Stimme für einen Direktkandidaten im Wahlkreis, kann man mit der zweiten Stimme eine Landesliste einer Partei wählen, wie im.baden-wuerttemberg.de erläutert. Das neue Regelwerk tritt gemeinsam mit einer Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre in Kraft – ein Schritt, der viele junge Bürgerinnen und Bürger ins politische Geschehen einbindet.

Aber wer darf überhaupt wählen? Laut landtagswahl-bw.de sind in Baden-Württemberg alle wahlberechtigt, die Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind, am Wahltag 16 Jahre alt sind, seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz im Land haben und nicht durch einen Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Interessanterweise sind auch Menschen mit Behinderungen, die unter Vollbetreuung stehen, wahlberechtigt.

Politischer Wettbewerb und mögliche Koalitionen

Die politische Landschaft wird durch den Rückzug von Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen nach drei Amtszeiten neu gestaltet. Die Grünen haben bereits Cem Özdemir als ihren Nachfolger nominiert. Zudem tritt die CDU mit Manuel Hagel als Landeschef an. Laut den aktuellen Umfragen könnte eine Koalition aus CDU und Grünen unter der Führung von Hagel eine Mehrheit bilden. Doch auch eine mögliche Koalition aus CDU, SPD und FDP, oft als Deutschlandkoalition bezeichnet, ist in der Diskussion.

Die letzten Landtagswahlen im Jahr 2021 und 2016 verliefen für SPD und FDP eher bescheiden, da beide Parteien kein Direktmandat erringen konnten. Achten wir also darauf, wie sich die politischen Winde bis zur Wahl im kommenden Jahr drehen werden. Eines ist allerdings sicher: Die Spannung steigt und der politische Wettbewerb ist hoch im Kurs!