Am Grenzübergang Bühl im Landkreis Waldshut hat der Zoll einen beachtlichen Schmuggelauftritt von Pokémon-Karten gestoppt. Bei einer Kontrolle stießen die Beamten auf fast 900 Verpackungen mit Spiel- und Sammelkarten in einem Fahrzeug, das von einem 33-jährigen Mann aus dem Kanton Schwyz gelenkt wurde. Dieser hatte zuvor angegeben, keine anmeldepflichtigen Waren dabei zu haben, und wollte die wertvollen Karten in Deutschland an Sammler weiterverkaufen, was jedoch eine Zollanmeldung erfordert, da dies als gewerbliche Ware gilt. Der Grenzübergang Bühl ist ausschließlich für den privaten Reiseverkehr geöffnet, wodurch eine Anmeldung nicht möglich gewesen ist, wie SWR berichtet.

Die Pokémon-Karten haben einen geschätzten Wert von rund 6.900 Euro, was die Entdeckung umso bemerkenswerter macht. Bei der Kontrolle musste der Mann vor Ort mehr als 1.500 Euro an Einfuhrabgaben entrichten. Zudem leiteten die Zollbeamten ein Steuerstrafverfahren gegen ihn ein, obwohl er die Pokémon-Karten letztlich mitnehmen durfte. Dies verdeutlicht die strengen Regeln, die für den Handel und den Transport solcher Waren gelten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In der Welt der Pokémon

Pokémon, die kleinen Fantasiewesen, sind aus der heutigen Popkultur nicht mehr wegzudenken. Sie fristen nicht nur in Videospielen und Kinofilmen ein bedeutendes Dasein, sondern auch die dazugehörigen Sammelkarten sind hoch im Kurs. Die Aufregung um Pokémon-Karten zeigt sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass eine seltene Karte, die „Pikachu Illustrator“, im Februar in den USA für unglaubliche 16,5 Millionen Dollar, also rund 14 Millionen Euro, versteigert wurde. Dies ist laut Guinness World Records die teuerste jemals verkaufte Sammelkarte, was die Wertschätzung für Pokémon-Karten weiter unterstreicht, wie Stern berichtet.

Die Motivation des Schmugglers mag auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheinen – die Welt der Pokémon-Karten ist ein lukratives Geschäft. Jedoch ist der unerlaubte Grenzübergang der falsche Weg, um daraus ein gutes Geschäft zu machen. Die strengen Zollvorschriften sowie die Notwendigkeit einer Anmeldung verdeutlichen, dass der Handel mit solchen Sammlerstücken nicht ohne Risiken verbunden ist.