In der Nacht zum Montag, dem 10. Februar 2026, kam es in einer Gemeinschaftsunterkunft im Zollernalbkreis zu einem dramatischen Brandfall. Die Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Großeinsatz, nachdem ein Feuer in einem Zimmer des Wohnhauses ausbrach. Ein 50-jähriger Bewohner erlitt eine Rauchvergiftung und musste ins Krankenhaus gebracht werden, während drei weitere Hausbewohner glücklicherweise unverletzt blieben. Die genauen Ursachen des Feuers sind derzeit noch unbekannt. Als ein Bewohner brennende Gegenstände aus dem Fenster warf, entzündete sich Unrat vor dem Gebäude, was die Situation weiter verschärfte. Die Einsatzkräfte konnten jedoch verhindern, dass die Flammen auf das gesamte Mehrfamilienhaus übergriffen. Dennoch ist das Gebäude nun nicht mehr bewohnbar, was zu einem geschätzten Schaden von etwa 80.000 Euro führte. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen (Quelle).
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am 15. Dezember 2025 in einer Gemeinschaftsunterkunft an der Tachinger Straße in Traunreut. Dort wurde die Feuerwehr um 23:21 Uhr alarmiert, nachdem die Integrierte Leitstelle Traunstein eine Rauchentwicklung im Erdgeschoss feststellte. Obwohl kein offenes Feuer und keine direkte Gefahrenquelle gefunden wurden, mussten 43 der 78 gemeldeten Bewohner vorsorglich in die Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses evakuiert werden. Die Einsatzkräfte, darunter rund 130 Feuerwehrleute, Rettungsdienstler und Polizisten, suchten das Gebäude gründlich mit Wärmebildkameras und Mehrgasmessgeräten ab. Nach etwa 1,5 Stunden konnten die Bewohner jedoch zurückkehren, da keine Gefahrenquellen festgestellt wurden. Die Tachinger Straße wurde während des Einsatzes gesperrt, jedoch entstand glücklicherweise kein nennenswerter Sachschaden (Quelle).
Sicherheit in Gemeinschaftsunterkünften
Diese beiden Vorfälle werfen wichtige Fragen zur Sicherheit in Gemeinschaftsunterkünften auf. Um solche Brandgefahren zu minimieren, bietet eine Handreichung der Polizei Orientierungshilfe für Betreiber von Gemeinschaftsunterkünften. Das Dokument mit dem Titel „Gemeinschaftsunterkünfte sicher gestalten – Sicherheitstechnik, Organisation und Betrieb“ umfasst 24 Seiten und gibt Empfehlungen zur bautechnischen und organisatorischen Gestaltung von Neubauten und Umnutzungen. Ziel ist es, den Schutz der Bewohner sowie der Mitarbeiter vor möglichen Kriminalitätsgefahren und Übergriffen zu gewährleisten. Dabei wird betont, dass keine allgemeinen Maßnahmen existieren; stattdessen müssen die Empfehlungen an die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen angepasst werden. Unterstützung bieten (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstellen bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten und der Auswahl geeigneter Sicherheitsmaßnahmen (Quelle).
Die aktuellen Vorfälle in Rangendingen und Traunreut verdeutlichen die Notwendigkeit, Sicherheitsvorkehrungen in solchen Einrichtungen kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern. Die Sicherheit der Bewohner muss stets an erster Stelle stehen, um tragische Vorfälle zu vermeiden und ein sicheres Umfeld zu schaffen.