ElringKlinger AG hat wie so oft für Aufsehen gesorgt – die neuesten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2025 sind veröffentlicht worden. Trotz eines herausfordernden Marktes konnte das Unternehmen ein solides Ergebnis präsentieren. Der Umsatz lag bei 395,5 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 440,8 Millionen Euro einen Rückgang bedeutet. Bereinigt um Veräußerungen und Wechselkurse zeigt sich aber ein leichter organischer Rückgang von nur 0,6 Prozent, was positiv zu bewerten ist. Für das laufende Jahr meldet die Wirtschaftsgruppe ein organisches Plus von 2,2 Prozent.
Bemerkenswert sind die Details zum bereinigten EBIT, das im aktuellen Quartal bei 21,2 Millionen Euro liegt (Q3 2024: 23 Millionen Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich leicht auf 5,4 Prozent, was den Trend zu stabilen Leistungskennzahlen unterstützt. Auch der operative Cashflow zeigt mit 18 Millionen Euro eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu -14,1 Millionen Euro im Vorjahr, was ein gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit des Unternehmens ist.
Umsatzentwicklung im Detail
Ein Blick auf die verschiedenen Geschäftssegmente zeigt ein gemischtes Bild. Während der Umsatz im Segment Erstausrüstung von 261,7 Millionen Euro (Q3 2024: 322,9 Millionen Euro) zurückging, verzeichnet das Ersatzteilgeschäft ein erfreuliches Wachstum von 13,2 Prozent und erreichte 96,1 Millionen Euro. Das Segment Kunststofftechnik konnte ebenfalls zulegen und erzielte einen Umsatz von 37,4 Millionen Euro, was einem Anstieg gegenüber 32,8 Millionen Euro im Vorjahr entspricht.
ElringKlinger hat zudem einige Herausforderungen zu meistern. Sonderaufwendungen in Höhe von 35,1 Millionen Euro aus Effizienzprogrammen und Kundeninsolvenzen belasteten das Ergebnis erheblich. Dennoch fiel das berichtete EBIT mit 4,5 Millionen Euro wesentlich besser aus als die -35,2 Millionen Euro im dritten Quartal 2024. Auch der Verlust je Aktie hat sich merklich verbessert und betrug jetzt -0,07 Euro (Q3 2024: -0,89 Euro).
Strategie SHAPE30 für die Zukunft
Das Unternehmen bleibt jedoch optimistisch und verfolgt weiterhin die Transformationsstrategie SHAPE30, die im Kern darauf abzielt, die Mobilität der Zukunft gemeinsam mit modernsten Technologien zu gestalten. Dabei setzt ElringKlinger aufwachstumsstarke Geschäftsfelder wie die Batterietechnologie, die für die E-Mobilität von entscheidender Bedeutung ist. Diese Initiative spricht auch die Herausforderungen an, die aus der Transformation der Automobilindustrie und dem Energiewandel resultieren. elringklinger.de erklärt, dass die Vision von SHAPE30 darauf hinweist, wie das Unternehmen seine zukünftige Positionierung bis zum Jahr 2030 gestalten möchte.
Das Ziel ist eine Netto-CO2-Neutralität innerhalb des Unternehmens, sowie eine Umsatzverteilung von über 50 Prozent in Bereichen jenseits des traditionellen Verbrennungsmotors. Hierzu hat ElringKlinger strategische Meilensteine definiert, um bis 2030 einen konsolidierten Umsatz von 3 Milliarden Euro zu erreichen.
Globale Präsenz und Engagement
Mit einem starken globalen Fußabdruck beschäftigt die ElringKlinger Group rund 9.000 Mitarbeiter an 40 Standorten weltweit. Die Hauptniederlassung befindet sich in Dettingen/Erms in Baden-Württemberg. Als unabhängiger Zulieferer für die Automobilindustrie bietet das Unternehmen Lösungen nicht nur für Pkw, sondern auch für Nutzfahrzeuge an und engagiert sich aktiv für nachhaltige Mobilität. Ihre Spezialgebiete umfassen unter anderem die Entwicklung von Leichtbaulösungen und die Bereitstellung von Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien. linkedin.com bietet weitere Einblicke in die Innovationskraft und das Leistungsspektrum der ElringKlinger Group.
Insgesamt zeigt sich, dass ElringKlinger auch in einem schwierigen Marktumfeld gut aufgestellt ist. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Bereitschaft, in zukunftsträchtige Technologien zu investieren, werden entscheidend sein für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im dynamischen Automobilbereich.