Im Zollernalbkreis sorgt die Nachricht über die Insolvenz des Betreibers von drei Subway-Filialen in Sigmaringen, Balingen und Albstadt-Ebingen für Aufsehen. Am 9. Februar 2026 wurde der Insolvenzantrag gestellt. Die betroffenen Filialen sind seit bis zu 20 Jahren im Betrieb und haben sich über die Jahre hinweg einen festen Platz in der regionalen Gastronomieszene erkämpft. Gründe für die Insolvenz sind unter anderem die gestiegenen Personal- und Lebensmittelkosten, während Sanierungsmaßnahmen nicht den erhofften Erfolg brachten. Trotz dieser schwierigen Situation bleiben alle drei Filialen operativ, und etwa 30 Mitarbeitende haben weiterhin einen Arbeitsplatz. Ihre Löhne sind bis April 2026 durch Insolvenzgeld abgesichert, und die Restaurants sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Derzeit wird geprüft, ob einzelne Standorte im Rahmen des Verfahrens verkauft werden können; Gespräche mit potenziellen Interessenten laufen bereits (Quelle).

In einem anderen Teil Deutschlands, der Subway-Filiale an der Braunschweiger Straße in Gifhorn, gab es ebenfalls Veränderungen. Diese Filiale war zuvor aufgrund der Insolvenz des damaligen Betreibers, der Reisch & Karabayir GbR, geschlossen worden. Doch nun hat die Filiale wieder geöffnet, und das neue Unternehmen, die HCG GmbH aus Hannover, hat die Geschäfte übernommen. Geschäftsführer Mahbod Habibi berichtete von einem positiven Kundenzuspruch, was auf eine erfolgreiche Wiedereröffnung hindeutet. Die Filiale in Gifhorn profitiert von ihrer guten Sichtbarkeit an einer stark befahrenen Straße sowie von ausreichenden Parkmöglichkeiten. Interessanterweise wird auch in Wolfenbüttel nach einem neuen Standort für eine weitere Subway-Filiale gesucht (Quelle).

Ein Blick auf die Gastronomieszene

Die Entwicklungen im Gastronomiebereich sind nicht isoliert zu betrachten. In Deutschland schlossen zwischen 2019 und 2023 rund 62.000 gastronomische Betriebe ihre Türen, wobei etwa 8.000 dieser Schließungen auf Insolvenzen zurückzuführen sind. Schon 2019 gaben 14.000 Betriebe ihr Geschäft auf, und die Schließungen haben sich in den Jahren 2022 und 2023 verstärkt. Ursachen wie der Krieg in der Ukraine, Preiserhöhungen und Inflation haben dazu beigetragen, dass die Rahmenbedingungen für das Gastgewerbe zunehmend ungünstig wurden. Die Anhebung der Umsatzsteuer für Speisen Anfang 2023 wird als zusätzliche Belastung wahrgenommen, was einen anhaltenden Insolvenztrend im Gastgewerbe erwarten lässt (Quelle).

Besonders betroffen sind junge Betriebe, die maximal fünf Jahre alt sind – 49 Prozent aller Insolvenzen seit 2020 entfallen auf diese Gruppe. Die Zahlen zeigen, dass die Gastronomie in Deutschland sich in einem Umbruch befindet, der durch externe Faktoren wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und geopolitische Entwicklungen geprägt ist. Die Situation stellt nicht nur eine Herausforderung für die Betreiber dar, sondern hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigten und die gesamte Branche. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Gastronomieszene in Zukunft entwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen Insolvenzen und Schließungen.