In Bad Imnau, einer malerischen Gemeinde im Zollernalbkreis, hat sich in den letzten Jahren einiges im Bereich Wandertourismus getan. Über ein Jahrzehnt lang wurden an vier Wanderparkplätzen kostenlose Wanderprospekte angeboten, die die beliebten Routen wie den „Eichhörnchenweg“ und „5 Tourenvorschläge für Bad Imnau“ dokumentierten. Doch Vandalismus und das häufige Entwenden dieser Prospekte machten eine neue Lösung erforderlich. In Zusammenarbeit mit dem Haigerlocher Kultur- und Tourismusbüro wurde ein innovatives Konzept entwickelt. Zur Wandersaison 2026 wurden die Prospekte überarbeitet und sind nun auf der Homepage von Haigerloch unter „Wandern in Haigerloch“ verfügbar. Um den Zugang zu den Wandertouren zu erleichtern, wird an allen Wanderparkplätzen ein QR-Code montiert, der von der Firma Gänseblümchendruck kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die Nutzer können die Wandertouren nun über die App „Komoot“ sowohl online als auch offline navigieren. Diese digitalen Maßnahmen sparen jährlich etwa 700 Euro an Druckkosten.
Der Eichhörnchenweg ist nicht nur ein beliebter Wanderweg, sondern auch ein historisches Erbe. Mit über 40 Jahren Geschichte führt dieser Rundweg von 400 auf 520 Meter Höhe und bietet zahlreiche Ruhebänke für müde Wanderer. Das erste Ziel ist die Schutzhütte Laibetalblick im Gewann „Gurgels“, die einen atemberaubenden Panoramablick auf das Eyach- und Laibetal gewährt. Entlang des Weges gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter ein Gedenkstein bei der „Alten Steige“, der an Xaver Kotz erinnert, sowie eine restaurierte Madonna-Statue im Gewann „Hauchen“, die von der Bad Imnauer Alterswehr zwischen 2015 und 2017 instand gesetzt wurde. Die Statue wurde ursprünglich 1957 von Luzia Binder zur Erinnerung an ihre gefallenen Söhne errichtet.
Einzigartige Erlebnisse auf dem Eichhörnchenweg
Der Weg führt entlang des malerischen Südhangs mit Blick auf Bad Imnau und passiert die Manna-Schutzhütte, die 2019 restauriert wurde. Zudem gibt es die Sonnenhalde, die eine schöne Aussicht auf die Umgebung bietet. Wer eine kleine Rast einlegen möchte, findet im Hotel und Gasthof Eyachperle eine Einkehrmöglichkeit. Der Rundweg führt durch die Kurstraße zum Dorfplatz mit Dorfbrunnen und bietet die Gelegenheit, die Imnauer Mineralquellen zu besuchen, die auf Anfrage für Betriebsführungen zugänglich sind. Eine überdachte Bushaltestelle für Wandergäste sorgt dafür, dass die Anreise zum Eichhörnchenweg bequem gestaltet werden kann. Der Eyachtäler Radexpress verkehrt von Mai bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen und ermöglicht den Besuchern, die Schönheit der Region auch auf zwei Rädern zu erkunden.
Der Einstieg in den Eichhörnchenweg erfolgt im Kurpark, nahe der Haltestelle Bad Imnau. Von hier aus können Wanderer einen Abstecher zum Kurparksee und zur Hirsch-Statue aus Bronze machen, bevor sie den Rückweg über die Fußwege des Kurparks zum Parkplatz am Hotel Fürstenhof antreten. Diese vielfältigen Angebote machen Bad Imnau zu einem attraktiven Ziel für Wanderfreunde und Naturbegeisterte.
Die Umstellung auf digitale Lösungen und die umfassende Überarbeitung der Wanderangebote zeigen, wie wichtig es ist, bestehende Traditionen zu bewahren und gleichzeitig moderne Technologien zu integrieren. So wird der Wandertourismus in Bad Imnau nicht nur ansprechend, sondern auch zukunftssicher gestaltet. Weitere Informationen zu den Wandertouren und dem Eichhörnchenweg finden Sie auf der Webseite von Haigerloch hier. Für weitere Hintergründe und aktuelle Neuigkeiten lohnt sich ein Blick auf den Artikel im Schwarzwälder Bote.






