In Zeiten, in denen internationale Krisen, soziale Medien und der ständige Leistungsdruck gerade bei jungen Menschen für erheblichen Stress sorgen, stehen viele Schulen vor großen Herausforderungen. Ein neues Projekt namens RISE nimmt sich dieser Problematik an und unterstützt Lehrkräfte im Landkreis Aichach-Friedberg dabei, psychische Belastungen bei Schülern besser zu erkennen und zu bewältigen. Das Programm betont die Wichtigkeit von Resilienz, Interaktion, Schulung und Empowerment, um sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte zu stärken, wie lra-aic-fdb.de berichtet.

Ein Alarmzeichen ist die Tatsache, dass über 20% der AOK-versicherten unter 18-Jährigen ein erhöhtes Risiko für langfristige gesundheitliche Schäden aufgrund psychischer Belastungen haben. Die aktuellen Wartezeiten auf ärztliche Termine zur Abklärung solcher Belastungen betragen durchschnittlich bereits sechs Monate, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht. Im Rahmen der Seminarreihe, die von den GesundheitsregionenPlus Landkreis Aichach-Friedberg und Landkreis Augsburg sowie der AOK Augsburg initiiert wurde, werden Lehrkräfte geschult, wie sie ihre eigenen Ressourcen sowie die ihrer Schülerinnen und Schüler effektiv nutzen können.

Der Schulungsansatz

Der Auftakt der Seminarreihe fand am 8. Januar 2026 im Kreisjugendamt in Friedberg statt. Psychologen der Akademie für Coaching, Training und Psychotherapie (ACTP) leiten die Workshops. Bei diesen Schulungen lernen die Lehrkräfte nicht nur, psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen, sondern auch Kommunikationsstrategien und die Wahrnehmung eigener Grenzen. Zudem wird ein Multiplikatorenschulung angeboten, damit die Teilnehmer ihr neu gewonnenes Wissen im Schulalltag weitergeben können.

Für alle Interessierten, die an der Schulung teilnehmen möchten, gibt es die Möglichkeit, sich über FIBS anzumelden oder direkt Kontakt mit Christina Hüßner aufzunehmen. Der zweite Durchgang der Seminarreihe ist bereits für April 2026 geplant. In einer Welt, in der der Druck auf junge Menschen stetig wächst, bleibt die Förderung psychischer Gesundheit an Schulen ein wichtiges Anliegen.

Resilienz im Fokus

Das Thema Resilienz gewinnt immer mehr an Bedeutung in der Schulbildung. Wie isb.bayern.de deutlich macht, sind Übungen zur Förderung dieser psychischen Widerstandskraft für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aller Schularten verfügbar. Diese Methoden können ohne großen Aufwand in den Unterricht integriert werden und bieten den Jugendlichen Werkzeuge, um in herausfordernden Situationen selbstbestimmt zu agieren.

Die Handreichung, die für eine breitere Nutzung konzipiert ist, zielt darauf ab, den Schülern effektive Bewältigungsstrategien an die Hand zu geben. Denn gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen zunehmen, ist es entscheidend, dass Schüler lernen, wie sie mit diesen Herausforderungen eigenaktiv umgehen können.

Insgesamt zeigt das Projekt RISE, dass Schulen ein wichtiger Ort für die psychische Gesundheit junger Menschen sein können – ein Ansatz, der in unserer schnellen, oft hektischen Welt von großer Bedeutung ist und alle Beteiligten auf eine positive Weise stärkt. Die gesellschaftliche Verantwortung, die uns in diesem Bereich zukommt, darf nicht unterschätzt werden.