In Altötting tut sich einiges zur Müllgebührengestaltung! Ab dem 1. Januar 2026 wird die Stadt die Anzahl der kostenlosen Windelsäcke für Neugeborene von 24 auf 12 halbieren. Dieses Vorhaben, das von Bürgermeister Stephan Antwerpen angekündigt wurde, zielt darauf ab, den steigenden Kosten durch die Erhöhung der Müllgebühren entgegenzuwirken. Die Gebühren sollen von 1,20 Euro auf 4,40 Euro pro 70 Liter Müllsack ansteigen, was die Stadt vor new Herausforderungen stellt.

Im Jahr 2023 wurden 106 Gutscheine für Windelsäcke ausgegeben, 2024 stieg die Zahl auf 120. Diese Vergünstigungen kosten die Stadt jährlich über 3000 Euro. Mit der unveränderten Anzahl von 24 Säcken würde die Stadt bei den neuen Gebühren von 3456 Euro auf sagenhafte 12.672 Euro ansteigen müssen – ein unschöner Anstieg, den man dringend vermeiden möchte. Durch die Reduzierung erhalten Eltern dennoch einen Wert von 52,80 Euro durch die neuen 12 Windelsäcke. Dieser Vorschlag wurde einstimmig im Stadtrat beschlossen und findet Unterstützung von der CSU-Politikerin Elisabeth Straßer, die feststellt, dass Gutscheine für das Freibad im Vergleich beliebter sind.

Wichtige Neuerungen für Eltern

Die Diskussion um die Windelsäcke kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt auch neue Sicherheitsvorkehrungen für den Christkindlmarkt am Kapellplatz beschlossen hat, der am 28. November öffnet. Eine wichtige Woche für Altötting, in der nicht nur die Vorweihnachtszeit eingeläutet wird, sondern auch die Aufmerksamkeit auf die abfalltechnischen Herausforderungen gelenkt wird.

Ein Blick über die Stadtgrenzen hinaus zeigt, dass zahlreiche bayerische Landkreise kreative Wege finden, um Bürgern bei den Müllgebühren unter die Arme zu greifen. So bietet der Landkreis Coburg beispielsweise ein kostenloses Tonnengrößen-Upgrade für Familien an, während der Landkreis Kitzingen sogar spezielle Windeltonnen zur Verfügung stellt. Einige Städte wie Miltenberg oder Rosenheim gewähren gebührenfreie Windelsäcke, was für viele Eltern eine große Entlastung darstellt. Auch die Kompostierung wird als sinnvoller Ansatz hervorgehoben, um die jährlichen Abfallgebühren zu senken, wie auch BR24 Data ermittelt hat.

Wie sieht die Gebührensituation in Altötting aus?

In Altötting wird die Abrechnung der Wasser- und Kanalgebühren übrigens am Ende jedes Jahres durchgeführt. Grundlage dafür ist der tatsächliche Verbrauch, und die Bürger haben verschiedene Möglichkeiten, ihren Zählerstand zu melden – sei es über das Bürgerportal, Telefon oder sogar persönlich. So sind die Gebühren effizient zu handeln, auch wenn gerade die abfalltechnischen Veränderungen für Frustration sorgen können.

Die Entscheidungen rund um die Windelsäcke und die Erhöhung der Müllgebühren haben widersprüchliche Reaktionen ausgelöst. Während einige die Notwendigkeit der Maßnahmen verstehen, gibt es auch Bedenken, dass besonders Familien in der Stadt mit höheren finanziellen Belastungen rechnen müssen. Die Entwicklung wird die Altöttinger noch einige Zeit beschäftigen, und es bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerung auf die Veränderungen reagieren wird.

Die Stadt Altötting blickt somit nicht nur auf ein bevorstehendes Fest, sondern steht zugleich auch vor wichtigen Veränderungen im Bereich der Müllwirtschaft. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die beschlossenen Maßnahmen auf die Bürger auswirken werden.