Heute ist der 24.02.2026 und der TV Altötting sorgt in der Fußball-A-Klasse 4 für positive Schlagzeilen. Mit 21 Punkten belegen die Altöttinger derzeit den dritten Platz und haben sich nicht nur für die Aufstiegsrelegation qualifiziert, sondern auch die Weichen für die Zukunft gestellt. Trainer Herbert Vorwallner bleibt bis zur Saison 2026/27 im Amt, was von Dominik Maier, dem neuen Abteilungsleiter, sehr begrüßt wurde. Maier hebt insbesondere die gelungene Einbindung junger Talente hervor, die Vorwallner ermöglicht hat. Der Trainer selbst betont die hervorragenden Rahmenbedingungen, die es dem Verein erlauben, Talente aus der U19 hochzuziehen.
In der Vorrunde hat TVA gegen die direkten Konkurrenten nicht verloren, was die Chancen auf eine erfolgreiche Rückrunde erhöht. Vorwallner hat das Ziel, die aktuelle Platzierung mindestens zu halten und bis zum Schluss um den Aufstieg mitzuspielen. Am 21. März beginnt die Rückrunde gegen TSV Kastl II im Ludwig Kellerer-Stadion. Zuvor steht ein viertägiges Trainingslager in Slowenien auf dem Programm, das sicherlich zur optimalen Vorbereitung beitragen wird.
Neuzugänge und individuelle Leistungen
In der Winter-Transferperiode hat der Verein zwei Neuzugänge verpflichtet: Florian Meixner von der JFG Holzland/Inn für die Abwehr und Armin Bulijetovic vom TSV Altenmarkt für den Sturm. Diese Verstärkungen könnten entscheidend sein, um die Ambitionen des TV Altötting zu untermauern. Wichtig ist zudem, dass Richard Altmannshofer, der in der Herbstserie zehn Tore erzielte und nur von Daniel Wieslhuber übertroffen wurde, dem Verein erhalten bleibt. Seine geringere Einsatzzeit aufgrund von U19-Einsätzen wird sich in der Frühjahrsrunde ändern, was das Team zusätzlich stärken dürfte.
Die aktuelle Situation im Amateurfußball ist allerdings nicht zu trennen von den Diskussionen um die Aufstiegsregelungen in den Regionalligen. Der DFB hat mit der „AG Regionalliga-Reform“ ein Reform-Modell in Arbeit, das von vielen Vereinen gefordert wird. Die Kritik an der bisherigen Regelung ist unüberhörbar: Nur drei der fünf Meister steigen direkt in die 3. Liga auf, was für Ungleichgewicht sorgt. So müssen die Meister der Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in Relegationen antreten, während die Südwest- und West-Meister direkt aufsteigen können. Das Bündnis „Aufstiegsreform 2025“ umfasst mittlerweile 57 Vereine, die sich für mehr Gerechtigkeit im Aufstieg einsetzen.
Chancen und Herausforderungen der Reform
Eine der Hauptforderungen ist, dass alle Meister direkt aufsteigen sollten, um die Attraktivität und Vermarktung der Ligen zu erhöhen. Die favorisierte Struktur sieht eine viergleisige Regionalliga vor, die in Nord, Ost, Süd und West aufgeteilt wird, mit je 20 Teams. Diese Reform könnte langfristige Planungen für die Vereine erleichtern, birgt jedoch auch Herausforderungen, wie die Reduzierung der teilnehmenden Klubs von 90 auf 80 und die damit verbundenen finanziellen Mehrbelastungen und längeren Fahrtwege für die Vereine.
Die nächsten Treffen der Reform-AG sind für Januar, Februar und März geplant, wobei die Vorschläge letztlich von weiteren Verbandsgremien akzeptiert werden müssen. Es bleibt spannend, wie sich die Gespräche entwickeln und welche Auswirkungen sie auf die Amateurfußballszene haben werden.
Die Situation des TV Altötting und die Entwicklungen in der Regionalliga zeigen, wie dynamisch und vielschichtig der Fußball in Deutschland ist. Der Verein ist gut aufgestellt und könnte mit einer erfolgreichen Rückrunde nicht nur die eigenen Ambitionen, sondern auch die Debatten um Aufstiegsregeln beeinflussen.