Am 09. Februar 2026 fand in Sulzbach-Rosenberg eine lebendige Podiumsdiskussion statt, die von der CSU organisiert wurde und gut 50 Interessierte anzog. Der Stadtrat Karl Reyzl moderierte die Veranstaltung, die sich ausführlich mit den Chancen und Herausforderungen der Metropolregion Nürnberg für den Wirtschaftsraum Amberg-Sulzbach beschäftigte. Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Stefan Frank, Prof. Dr. Matthias Franke vom Fraunhofer-Institut, sowie Vertreter der IHK und der Wirtschaftsförderung. Oberpfalz Echo berichtet, dass der Austausch über den Nutzen dieser europäischen Metropolregion für die lokale Wirtschaft ganz im Vordergrund stand.
Die Metropolregion Nürnberg ist ein freiwilliger Zusammenschluss von 23 Landkreisen und 11 kreisfreien Städten, die seit 2005 zusammenarbeiten, um den zahlreichen Herausforderungen eines wachsenden Europas zu begegnen. Dies wurde von metropolregionnuernberg.de hervorgehoben. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, sowohl das Wohl der Einwohner als auch die Sichtbarkeit der Region auf internationaler Ebene zu erhöhen. Bei der Podiumsdiskussion unterstrich Reyzl die Notwendigkeit, dass Randgemeinden aktiv nach konkreten Vorteilen fragen, um das Potenzial der Metropolregion voll auszuschöpfen.
Ökonomische Spitzenleistungen und Herausforderungen
Die Wirtschaftsleistung der Metropolregion, die heute rund 3,6 Millionen Einwohner zählt, beläuft sich auf beeindruckende 167 Milliarden Euro. Diese Region zählt zu den wirtschaftsstärksten in Deutschland und Europa, was auch die Innovationskraft unterstreicht, die diese Region in die Spitzengruppe der EU Regional Innovation Valleys katapultiert hat. Dies zeigt sich unter anderem in führenden wirtschaftlich-technologischen Clustern, die in einem gemeinsamen Leitbild für nachhaltiges Wachstum definiert wurden, sowie in der engen Zusammenarbeit hunderter engagierter Akteure.Marktspiegel hat die Erfolge der letzten 20 Jahre zusammengetragen und appelliert an die Bürger, die neuen Mobilitätsangebote zu nutzen.
Doch trotz dieser positiven Entwicklungen steht die Region vor Herausforderungen, wie Finanzierungsengpässen, Leerständen und einer spürbaren fehlenden Kaufkraft. Bürgermeister Stefan Frank erläuterte bei der Diskussion, dass die kommunale Realität oft schwierige Priorisierungen erfordert. Die tatsächlich genutzte Infrastruktur, Geschwindigkeit bei Entscheidungen, das Fachkräftepotenzial und die Lebensqualität fließen maßgeblich in die Standortentscheidungen ein.
Ein Blick in die Zukunft
Die Teilnehmer der Diskussion erörterten auch den Glasfaserausbau als ein zentrales Thema, wobei der geförderte Ausbau bereits gut vorankomme. Dennoch wird Geduld beim privatwirtschaftlichen Ausbau nötig sein. Die nächsten Teile der geplanten fünfteiligen Serie zur Podiumsdiskussion werden sich mit kommunalen Handlungsspielräumen, Forschung und Technologietransfer sowie Energie- und Klimatransformation beschäftigen. Hier wird auch der konkrete Wertschöpfungseffekt wissenschaftlicher Kooperationen thematisiert, der für die Zukunft der Region von großer Bedeutung ist.
Die Metropolregion Nürnberg hat sich als Grundpfeiler der regionalen Zusammenarbeit etabliert. Ihr Erfolg basiert nicht zuletzt auf der gelebten Solidarität und einem guten Netzwerk zwischen den verschiedenen Akteuren. Es bleibt zu hoffen, dass die Herausforderungen, die vor der Region liegen, genauso bravourös gemeistert werden wie die bisherigen Erfolge.