Zehn Jahre Harl.e.kin: Hilfe für Familien mit Frühgeborenen in Amberg!
Das Projekt „Harl.e.kin“ feiert in Amberg sein 10-jähriges Bestehen und unterstützt Familien mit Frühgeborenen beim Übergang nach Hause.

Zehn Jahre Harl.e.kin: Hilfe für Familien mit Frühgeborenen in Amberg!
Das Projekt „Harl.e.kin“ in Amberg wird heute gefeiert: Ein ganzes Jahrzehnt voller Unterstützung für Familien mit früh- und risikogeborenen Kindern. Auf die Beine gestellt wurde diese Initiative von der Interdisziplinären Frühförderstelle der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien in Amberg. Der Träger des Projekts ist der Verein Flika, der damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Eltern in einer besonders sensiblen Phase nach der Geburt leistet.
Im Rahmen eines Jubiläums wurde in der Frühförderstelle auf die vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt. Das Nachsorgemodell von „Harl.e.kin“ begleitet Eltern unmittelbar nach der Entlassung aus dem Klinikum, gibt wertvolle Tipps zur Pflege, Ernährung und leitet gegebenenfalls therapeutische Maßnahmen ein. Das Team besteht aus erfahrenen Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen sowie einer Fachkraft der Frühförderstelle. In diesem Jahr haben bereits 31 Familien von der Nachsorge profitiert.
Frühförderung: Ein unverzichtbares Angebot
Die Frühförderung spielt eine zentrale Rolle in der frühkindlichen Entwicklung. Sie zielt darauf ab, Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen frühzeitig zu erkennen, um notwendige Maßnahmen einzuleiten. Die Initiative „Harl.e.kin“ ist ein Teil dieses umfassenden Angebots. Laut Stmas werden in Bayern über 250 interdisziplinäre Frühförderstellen betrieben, die Eltern unterstützen und Kinder fördern.
Die Notwendigkeit solcher Angebote wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass Frühgeburt weiterhin ein Risiko für die kindliche Entwicklung darstellt, trotz der Fortschritte in der Medizin. Das Nachsorgemodell von „Harl.e.kin“ schließt die Lücke zwischen Krankenhausaufenthalt und Zuhause. Wie Dr. Andreas Fiedler, der Chefarzt der Klinik, erklärt, ist es entscheidend, den Übergang für die Familien so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Langfristige Begleitung und Ausblick
Die Bedeutung des Projekts wird auch von Dr. Jenna Nübling hervorgehoben, die die Vorbildfunktion Ambergs in der langfristigen Begleitung der Familien lobt. Kinder, die durch „Harl.e.kin“ begleitet wurden, zeigen stabile Bindungen und eine gesunde Entwicklung. Eine erfreuliche Zukunftsvision ist das geplante Eltern-Café, das den Austausch untereinander fördern und den Familien zusätzliche Unterstützung bieten soll.
Das Team von „Harl.e.kin“ setzt auf eine präventive, strukturierte Nachsorge, die seit Jahren viele Familien entlastet. Es zeigt sich, dass eine frühzeitige Unterstützung entscheidend für den langfristigen Erfolg und das Wohlbefinden der betroffenen Kinder und Eltern ist, und damit hat Amberg einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Besserung geleistet.