Im Landkreis Amberg-Sulzbach tut sich einiges in Sachen ländliche Entwicklung. Am 2. Dezember 2025 wurden gleich zwei neue Integrierte Ländliche Entwicklungen (ILE) offiziell anerkannt: die ILE Oberpfälzer Alb und die ILE Oberpfälzer Jura. Die feierliche Veranstaltung fand im König-Ruprecht-Saal des Landratsamtes statt, wo Kurt Hillinger, der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz, Urkunden und Obstbäume an die Bürgermeister überreichte. Ein ganz schöner Grund zur Freude für die beteiligten Kommunen!
In der ILE Oberpfälzer Jura sind die Gemeinden Ammerthal, Ebermannsdorf, Ensdorf, Hohenburg, Kastl, Rieden, Schmidmühlen und Ursensollen vereint. Im Gegensatz dazu setzen sich die Gemeinden in der ILE Oberpfälzer Alb, nämlich Birgland, Etzelwang, Illschwang, Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg und Weigendorf, für gemeinsame Entwicklungen ein. Diese Kooperationen sind von großer Bedeutung, denn mit Ausnahme von Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Kümmersbruck sind alle Kommunen des Landkreises Amberg-Sulzbach in vier Gemeindeverbünden organisiert.
Nachhaltige Entwicklung im Fokus
Die neu anerkannten ILEn haben ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet, das sechs Handlungsfelder umfasst. Dieses Konzept soll als Leitfaden für die gemeinsame Entwicklung der Regionen dienen. Dazu gehören wichtige Themen wie Daseinsvorsorge, Innenentwicklung, Tourismus, Mobilität und Energieversorgung. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass Herausforderungen gemeinschaftlich und nicht nur lokal angegangen werden können.
Landrat Richard Reisinger bezeichnete den Tag der Anerkennung als „denkwürdig“ und lobte die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem ALE Oberpfalz. Ein gutes Händchen für die Zukunft der Region zeigen die Verantwortlichen, die auch finanzielle und personelle Unterstützung versprochen haben. Die ILE-Region Oberpfälzer Alb hat sich das Motto „zusammen mehr bewegen“ auf die Fahne geschrieben. Ziel ist eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Entwicklung, die die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Region stärkt.
Das ILEK ist nicht nur ein Dokument, sondern bietet auch ein Aktionsprogramm mit klaren Maßnahmen und Projekten, die die Gemeinden gemeinsam umsetzen wollen. Die Planungen und Ergebnisse sind unter ile-oberpfaelzer-alb.de einsehbar und bieten Orientierung und Unterstützung für die Politik und Verwaltung.
Insgesamt setzt dieser Schritt einen wichtigen Impuls für die ländlichen Regionen im Landkreis. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Projekte aus diesen vielversprechenden Konzepten hervorgehen werden und wie die gemeinschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren vorangetrieben wird. Aber eines ist sicher: Mit solch geballter Zusammenarbeit packt man die Dinge gleich viel besser an!