In Amberg, einer Stadt in der Oberpfalz, sorgte ein 39-Jähriger am Dienstag für Aufregung, als er wahllos Passanten mit einer Axt bedrohte. Der Vorfall ereignete sich in einer Sozialunterkunft, wo der Mann an einem offenen Fenster stand und mit seinem gefährlichen Werkzeug fuchtelte. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung. Zeugen, darunter andere Bewohner der Unterkunft, alarmierten umgehend die Polizei.
Der Mann war nicht gerade unbekannt bei den Behörden. Bereits zuvor war er wegen Betäubungsmitteln und Diebstahl aufgefallen. Offenbar befand er sich an diesem Tag in einem psychischen Ausnahmezustand. Bei dem Vorfall bedrohte er etwa zehn Personen und drohte diesen mit dem Tod. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und die Axt des Täters konnte sichergestellt werden. Was zum jetzigen Zeitpunkt unklar bleibt, ist der Grund für seinen Besitz der Axt.
Psychische Krisen und Polizeieinsatz
In den letzten Jahren gab es immer wieder Besorgnis über den Umgang der Polizei mit Menschen in psychischen Krisen. In Deutschland wurden seit 2019 mindestens 37 Menschen in solchen Situationen von der Polizei erschossen, wie die Tagesschau berichtet. Experten fordern dringend eine bessere Ausbildung der Beamten für den Umgang mit psychisch Erkrankten, wobei oft an Geld und Personal gespart wird. Dies hat zur Folge, dass viele Polizisten nicht ausreichend auf solche extremen Situationen vorbereitet sind.
Ein tragisches Beispiel ist der Fall von Oisín, der 2019 in Hamburg von der Polizei erschossen wurde, während er in einer psychischen Krise war. Seine Frau hatte damals um Hilfe gebeten, wobei sie auch auf Messer im Haus hinwies. Während des Einsatzes trug Oisín einen selbstgebastelten Lendenschurz und ein Kochtopf auf dem Kopf, was die Beamten offenbar als Bedrohung wahrnahmen. Viele stellen sich die Frage, ob psychiatrisches Fachpersonal in solchen Fällen schneller hätte hinzugezogen werden müssen.
Die Debatte über die Notwendigkeit einer besseren Schulung der Polizei wird durch Berichte über die hohe Zahl der im Einsatz getöteten Personen in Krisensituationen angeheizt. Entscheidende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation sind notwendig, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden und sowohl die Polizei als auch die Menschen in Krisen zu schützen.