Am 15. November 2025 wurde in der prächtigen Ansbacher Residenz der mittelfränkische Integrationspreis verliehen, ein Event, das unter dem Zeichen der Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement in der Integration geflüchteter Menschen steht. Bayerns Innen- und Integrationsstaatssekretär Sandro Kirchner sowie Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum überreichten insgesamt 5.500 Euro an Projekte, die sich für die Teilhabe von Migranten einsetzen. Der Preis wird vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration finanziert.
Was sind die prämierten Projekte, die sich in diesem Jahr durch besondere Initiativen ausgezeichnet haben? Den ersten Preis erhielt das Projekt „GeckoPlus – Gemeinsam Kommunizieren Interkulturelle Sprachmittlung in der Diakonie“, betrieben vom Diakonischen Werk Südfranken e.V. Hierbei liegt der Fokus auf der Unterstützung geflüchteter und zugewanderter Menschen durch ehrenamtliche Sprach- und Kulturvermittlung. Dies geschieht in aktiven Regionen wie Schwabach, dem Landkreis Roth, sowie in Städten wie Nürnberg und Erlangen, wo Ehrenamtliche bei Arztbesuchen, Gesprächen mit Beratungsstellen und Schulen helfen.
Informationen dazu liefert auch die Webseite der Regierung Mittelfranken, die mehr über die Preisträger und deren Projekte bietet.
Das Engagement für Gerechtigkeit und Teilhabe
Den zweiten Platz belegte das Projekt „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ der Regens-Wagner-Stiftung Zell. Hier gestalten Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern Verkehrsschilder, die ihre Vorstellungen von Gerechtigkeit zum Ausdruck bringen. Dies unterstreicht nicht nur den kreativen Zugang zum Thema Integration, sondern fördert auch den Austausch und das Verständnis zwischen den Kulturen.
Der dritte Preis wurde gleich zweimal verliehen. Das Projekt „Ehrenamtliche Begleitung und Unterstützung älterer pflegebedürftiger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und ihrer Angehörigen“ von Helfende Hand International – HeHanI e.V. steht für die Unterstützung älterer Menschen und deren Familien im Alltag. Die Initiative bietet hilfreiche Programme wie den „Helferkreis“ und internationale Angehörigentutoren an, um die Integration zu erleichtern.
Zusätzlich wurde das Projekt „Nürnberger Elternbüro – Schulerfolg und Teilhabe (NEST)“, betrieben vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (IPSN), prämiert. Dieses Projekt zielt darauf ab, Familien mit Zuwanderungsgeschichte in schulischen Angelegenheiten zu unterstützen. Auf innovative Weise helfen Eltern anderen Eltern, Sprachbarrieren und Missverständnisse zu überwinden, wodurch ein fruchtbarer Austausch und gegenseitige Hilfe gefördert wird.
Föderung vielfältiger Projekte
Gerade in diesen Zeiten ist es wichtiger denn je, die verschiedenen Communities zusammenzubringen. Das BGZ fördert gezielt Projekte, die das Kennenlernen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund vorantreiben. Ziel dieser Initiativen ist der Aufbau von Vertrauen, Verständnis sowie der Abbau von Vorurteilen, um ein respektvolles Miteinander zu ermöglichen. Besonders in der aktuellen Zeit sind solche Programme von enormer Bedeutung, um ein Gefühl der Zugehörigkeit zu unserer demokratischen Gemeinschaft zu schaffen. Von Veranstaltungen und Aufführungen bis hin zu medialen Kanälen – das Engagement zeigt Wirkung und zieht immer mehr Menschen an.
Dieses harmonische Miteinander baut nicht nur Brücken zwischen den Kulturen, sondern unterstreicht auch die gesellschaftliche Teilhabe und die Werte, die uns verbinden. Neben der Förderung der Integration rückt auch die Unterstützung zum Abbau von Vorurteilen in den Fokus. Denn da liegt was an, wenn wir gemeinsam Zukunft gestalten wollen!
Es gibt viel zu tun, um das Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Jedes dieser Projekte trägt dazu bei, dass Integration nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern lebendig wird. Weitere Details zu den geförderten Projekten finden Sie auf der Webseite des BGZ und bei Regierung Mittelfranken.