In der Nacht zum Freitag, dem 11. Juli 2025, ereignete sich im Ansbacher Ortsteil Brodswinden ein tragischer Betriebsunfall, der einen 47-jährigen Mitarbeiter eines Papierverarbeitungsbetriebs das Leben kostete. Laut inFranken wurde der Mann gegen 00:10 Uhr bei der Arbeit an einer Stanzmaschine eingeklemmt. Unmittelbare Umstände des Unfalls sind bisher ungeklärt. Der Arbeiter erlitt schwerste Verletzungen und verstarb noch am Unfallort.

Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und barg den verunfallten Arbeitnehmer, während die Polizeiinspektion Ansbach den Vorfall aufnahm. Parallel dazu führte der Kriminaldauerdienst Mittelfranken erste kriminalpolizeiliche Maßnahmen sowie eine Spurensicherung durch. Für die weiteren Ermittlungen hat das Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei die Verantwortung übernommen, um den genauen Ablauf dieses tragischen Vorfalls festzustellen.

Psychosoziale Unterstützung für Mitarbeiter

Die Folgen eines solch dramatischen Unfalls sind nicht nur für die Familie des Verstorbenen verheerend, sondern auch für die Kollegen des Unternehmens. Daher wurde die psychosoziale Notfallversorgung Mittelfranken aktiviert, die mehrere Beschäftigte des Betriebs betreute. In derartigen Situationen ist es wichtig, dass betroffene Mitarbeiter die nötige Unterstützung erhalten.

Ein Blick auf die Zahlen tödlicher Arbeitsunfälle

Im deutschen Durchschnitt geschehen jährlich zahlreiche tödliche Arbeitsunfälle. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erfasst diese seit 1978 und wertet die Daten aus, um präventive Maßnahmen abzuleiten. Zwischen 2014 und 2024 wurden 1.549 tödliche Arbeitsunfälle an die BAuA gemeldet, während Berufsgenossenschaften 4.458 Unfälle registrierten BAuA berichtet. Diese Diskrepanz rührt daher, dass keine gesetzliche Meldeverpflicht gegenüber der BAuA besteht.

Auf Baustellen, wo fast 40 Prozent dieser Unfälle geschehen, stehen Unfälle mit schweren Maschinen, wie Radladern, häufig im Mittelpunkt. Die BAuA hat in ihren Auswertungen zudem bedeutsame Unfallursachen sowie häufigste Gefährdungen analysiert, um Unternehmen dabei zu unterstützen, sicherer zu arbeiten.

Der steigende Einfluss von Berufskrankheiten

Neben den Arbeitsunfällen sind auch Berufskrankheiten ein relevantes Thema. Jährlich sterben in Deutschland mehr als 2.000 Menschen an diesen durch berufliche Tätigkeiten verursachten Erkrankungen. Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger haben die Aufgabe, die Anerkennung solcher Krankheiten zu entscheiden. Laut Statista stieg die Zahl der Verdachtsanzeigen auf über 370.000 im Jahr 2022, wobei der Anteil von Infektionskrankheiten eine beachtliche Rolle spielt.

Insgesamt sollten solche tragischen Ereignisse uns stets vor Augen führen, dass am Arbeitsplatz höchste Sicherheitsstandards herrschen müssen. Sicherheit geht vor, und Prävention ist das A und O, um das Leben von Arbeitnehmern zu schützen.