Winterzeit ist Vortragszeit! In der Alten Bibliothek im Ansbacher Schloss fand zwischen dem 13. November und dem 18. Dezember 2025 eine spannende Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Bewegung“ statt. Diese Universitätstage haben Alt und Jung gleichermaßen angelockt und informierten über Themen, die im Alltag relevant sind. Besonders interessant war der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Brabletz über Krebsmetastasen, der das Publikum durch seine fachliche Expertise fesselte. Am 20. November beleuchtete PD Dr. Karim Abu-Omar den Zusammenhang zwischen Klima und Sport, während Dr. Ellen Freiberger am 27. November wichtige Aspekte zur Mobilität im Alter und Sturzprävention thematisierte.
Doch die Reihe bot noch viel mehr! Am 4. Dezember 2025 sprach Prof. Oliver Schallert über Sprachwandel, und am 11. Dezember erklärte Prof. Dr. Christoph Pflaum, wie klimafreundliche Luftfahrt realisiert werden kann. Den Abschluss bildete am 18. Dezember ein Vortrag über Bewegung und Energie, der von mehreren Fachleuten der Hochschule Ansbach, darunter Prof. Dr. Sibylle Gaisser, Prof. Dr.-Ing. Anke Knoblauch und Antonia Pfeiffer, gehalten wurde. Die Vorträge fanden immer Donnerstagabend um 19:30 Uhr statt und begeisterten die Zuhörer im malerischen Ambiente der Alten Bibliothek sowie im Hochsauerland.
Bewegung als Schlüssel zur Gesundheit
Die Bedeutung von Bewegung wird auch in der Krebsrehabilitation immer mehr erkannt. Laut der Krebshilfe können sanfte, fließende und rhythmische Bewegungen auf der operierten Seite förderlich sein, um Lymphödeme zu lindern. Übungen wie das Öffnen und Schließen der Hände über dem Kopf aktivieren die Muskelpumpe und verbessern die Situation. Bei stärkeren Schmerzen sollten diese Aktivitäten jedoch pausiert werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wassertherapie, die sich hervorragend für die Rehabilitation nach Brustkrebsoperationen eignet. Das Element Wasser bietet nicht nur Widerstand, sondern minimiert auch das Risiko plötzlicher Bewegungen. Bei einer Wassertemperatur zwischen 24 und 30 °C können Betroffene sicher trainieren.
Das richtige Maß an Bewegung
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche. Auch bei Krebserkrankungen ist körperliche Aktivität von Bedeutung. Studien zeigen, dass schon geringe Bewegungen, wie etwa Treppensteigen, positive Effekte haben. Vor Beginn eines neuen Bewegungsprogramms ist es ratsam, Rücksprache mit den behandelnden Ärzten zu halten, um individuelle Anpassungen zu berücksichtigen.
Darüber hinaus gibt es spezielle Angebote für Bewegungstherapien in der onkologischen Versorgung, die von Krankenkassen übernommen werden, wenn sie ärztlich verordnet sind. Patienten können sich zu diesen Programmen über die Krebshilfe und das Netzwerk OnkoAktiv informieren, welches über 150 zertifizierte Einrichtungen in Deutschland umfasst.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Bewegung nicht nur zur physischen Gesundheit, sondern auch zur mentalen Stabilität beiträgt. Das Angebot des Kurses in Ansbach und die bundesweiten Initiativen sind ein Schritt in die richtige Richtung – für ein aktives und gesundes Leben, auch nach einer Krebserkrankung.