Ein historischer Tag für Aschaffenburg: Die Stadt hat mit Markus Schlemmer (CSU) einen neuen Oberbürgermeister gewählt. In der Stichwahl setzte sich Schlemmer am 24. März 2026 mit 56,3 Prozent der Stimmen durch und löst damit seinen Vorgänger Jürgen Herzing (SPD) ab, der 43,7 Prozent erhielt. Diese Wahl markiert einen bemerkenswerten Wechsel, da Aschaffenburg seit 1970 durchgehend von der SPD regiert wurde, wie Antenne.de berichtet.
Die Wahlbeteiligung lag bei 47,5 Prozent, was bedeutet, dass knapp 54.000 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt waren. Die Stadt hat insgesamt etwa 73.000 Einwohner. Im ersten Wahlgang am 8. März erhielt Herzing 38,2 Prozent der Stimmen, während Schlemmer auf 41,1 Prozent kam. David unter den obengenannten Zahlen ist damit klar: Diese Wahl war für Aschaffenburg ein entscheidender Moment.
Ein neuer Wind weht in der Stadt
Mit 57 Jahren bringt Markus Schlemmer eine außergewöhnliche Vita in sein neues Amt ein. Er war zuvor Chef der Aschaffenburger Kriminalpolizei und setzte im Wahlkampf klare Schwerpunkte auf Wirtschaft und Sicherheit. “Ich bin geflasht und freue mich, dass ich die Mehrheit hinter mir habe,” gab Schlemmer nach seinem Sieg zu Protokoll. Er hat große Pläne, um auch die Wähler zu gewinnen, die sich im ersten Wahlgang noch für Herzing entschieden hatten, wie BR.de vermeldet.
Die Herausforderungen für den neuen OB sind nicht zu unterschätzen. Herzing hatte während seiner Amtszeit mit einer Vielzahl von Problemen, darunter die Corona-Pandemie und ein tragischer Messerangriff, zu kämpfen. Er nahm seine Niederlage sportlich und verwies auf den allgemeinen Trend der SPD, die sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene an Zustimmung verliert.
Der Rahmen der Kommunalwahl
Die Kommunalwahlen in Deutschland, zu denen auch die Wahlen zu den (Ober-)Bürgermeistern gehören, sind im Grundgesetz fest verankert. Artikel 28, Absatz 1, fordert eine Vertretung des Volkes durch allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahlen. Die Wählerinnen und Wähler müssen volljährig sein, und in einigen Bundesländern dürfen sogar 16-Jährige wählen, wie auf bpb.de zu lesen ist.
Während die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen oft niedriger ist als bei anderen Wahlarten, zeigt die Teilnehmerzahl in Aschaffenburg, dass lokale Themen die Wähler stark mobilisieren können. Schlemmer und die CSU haben nun die Möglichkeit, die Beziehung zur Bürgerschaft durch effektive und bürgernahe Politik zu stärken.
Markus Schlemmer wird sein Amt am 1. Mai antreten und es bleibt abzuwarten, welche Akzente er setzen wird. Eines ist sicher: Die Bürgerinnen und Bürger Aschaffenburgs sind gespannt auf den Kurs, den das neue Stadtoberhaupt einschlagen wird.




