In der Stadt Aschaffenburg hat die Vogelgrippe erneut zugeschlagen. Ein aktueller Fall betrifft eine Wildente, die im Stadtgebiet auf der Würzburgerstraße entdeckt wurde. Das Landratsamt Aschaffenburg hat diesen Fall auf Anfrage von Radio Primavera bestätigt. Besonders besorgniserregend ist, dass am Großkrotzenburger See bereits vier verendete Wildvögel positiv auf das Virus getestet wurden. Die zuständigen Behörden empfehlen daher, Federvieh sicherheitshalber in den Ställen zu lassen, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden. Viele Zugvögel, die sich aktuell auf dem Rückweg nach Nordeuropa befinden, machen Rast im Primaveraland, insbesondere in den Kinzig-Auen.

Einigermaßen alarmierend ist die Situation im Kreis Gießen, wo das Virus auf gehaltene Vögel übergesprungen ist. Dies führte dort zur Keulung von 19.000 Hähnchen in einem Mastbetrieb. Der Fall in Aschaffenburg ist somit Teil eines größeren Problems, das sich über mehrere Regionen erstreckt. Laut Primavera24 wurde der Fall bereits im Tierseucheninformationsdienst erfasst, jedoch hat die Veterinärbehörde bisher keine offizielle Meldung gemacht.

Neueste Entwicklungen zur Vogelgrippe

Am 06. November 2025 wurde die Aviäre Influenza, auch bekannt als Vogelgrippe oder Geflügelpest, bei zwei Kranichen in Aschaffenburg festgestellt. Tests haben ergeben, dass die betroffenen Tiere positiv auf den Subtyp H5N1 getestet wurden. Das Friedrich-Löffler-Institut (LFI) hat die Ergebnisse für einen der Kraniche bereits amtlich bestätigt, während die Bestätigung für den in Hörstein gefundenen Kranich noch aussteht. Bisher sind keine Fälle einer Ansteckung von Menschen mit dem Virus in Deutschland bekannt, jedoch wird geraten, den Kontakt zu kranken oder toten Wildvögeln zu vermeiden.

Nach Kontakt mit toten Vögeln sollten die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden, und es wird empfohlen, 48 Stunden keinen Kontakt zu Geflügelhaltungen zu haben. Haustiere, wie Hunde und Katzen, sollten ebenfalls ferngehalten werden von verendeten Wildvögeln. Meldungen über tote Wassergeflügel, wie Schwäne, Enten oder Gänse, sollten umgehend an das Veterinäramt weitergegeben werden. Laut Landkreis Aschaffenburg werden die Stadt und der Landkreis weitere Maßnahmen prüfen, um einen Erregereinträg in die Nutzgeflügelbestände zu verhindern.

Was bedeutet das für die Bevölkerung?

Die Aviäre Influenza, ausgelöst durch verschiedene Subtypen, ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, deren natürlicher Reservoirwirt wilde Wasservögel sind. Es gibt sowohl geringpathogene als auch hochpathogene Varianten des Virus. Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 zeigen in der Regel milde Symptome bei Hausgeflügel. Diese Viren können jedoch mutieren und zu hochpathogenen Formen (HPAIV) führen, die für Hausgeflügel äußerst ansteckend sind und schwere Krankheitszeichen verursachen können. Zudem besteht die Möglichkeit, dass HPAIV und einige LPAIV bei Menschen zu schweren Erkrankungen führen können, besonders bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website des Friedrich-Löffler-Instituts.

Die Situation bleibt angespannt, und die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, vorsichtig zu sein und die empfohlenen Maßnahmen zu befolgen, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern.